All I see is you

15. April 2018
By Holger Nickel

Drama / Psychothriller

Mit „All I see is you“ inszeniert Regisseur Marc Forster („World War Z“, „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“) einen psychologischen Thriller, der die Grenzen zwischen Liebe und Obsession verschwimmen lässt. Die Idee für diesen Film, für dessen Drehbuch der Regisseur in Zusammenarbeit mit Sean Conway („Ray Donovan“-TV-Serie) ebenfalls verantwortlich zeichnet, rührt von Fosters Sehnsucht her, ein Projekt zu realisieren, bei dem sich die Geschichte mit großer visueller Freiheit erzählen lässt. So wird die Welt auch aus Ginas Sicht vor der Operation gezeigt – laute Geräusche, Stimmengewirr, absolute Reizüberflutung und ihre Hilflosigkeit. In der anspruchsvollen Rolle der Gina glänzt die Hollywood-Schönheit Blake Lively („Für immer Adaline“, „The Shallows: Gefahr aus der Tiefe“), als ihr Ehemann James ist Jason Clarke („Planet der Affen: Revolution“, „White House Down“) zu sehen. In weiteren Rollen überzeugen Ahna O‘Reilly („Nächster Halt: Fruitvale Station“, „The Help“) und Wes Chatham („The Help“, „Im Tal von Elah“).

Inhalt

Gina (Blake Lively) und James (Jason Clarke) führen eine fast perfekte Ehe. Nachdem Gina als Kind bei einem Autounfall ihre Eltern und ihr Augenlicht verlor, vertraut sie ganz auf James. Sie sieht die Welt durch James‘ Beschreibungen und ihre lebhaften Vorstellung – eine Abhängigkeit, die ihre leidenschaftliche Beziehung zu stärken scheint. Trotz Ginas Einschränkung genießen die beiden ein buntes Leben in Bangkok, wo James bei einer Versicherung arbeitet. Als Gina die Möglichkeit einer Hornhauttransplantation bekommt und ihre Sehkraft zurückgewinnt, wird das Leben der beiden sowie ihre Beziehung auf den Kopf gestellt: Gina sieht die Welt nun mit eigenen Augen. Ihr neues Gefühl von Unabhängigkeit empfindet James jedoch als bedrohlich, da Gina beginnt, ihr Leben und ihre Beziehung zu hinterfragen. Gemeinsam besuchen sie Ginas Schwester und deren Familie in Spanien. Gina beginnt ein völlig neues Leben, muss zwar permanent Tropfen für ihre Augen nehmen, doch mit dem wiedergewonnenen Augenlicht, wächst ihr Selbstbewusstsein und ihr Drang Neues zu erleben. Zudem möchte das Paar schwanger werden. Doch die Freude und der Zusammenhalt bleiben nicht ungetrübt.

Kritik

Das wirklich Großartige an dem Film ist die Abstraktheit, die Andeutungen, das tendenziell Ungewisse. Blake Lively hat das große Glück in fast perfekten Produktionen mitwirken zu dürfen, denn „Für immer Adaline“ ist einer der besten Filme aller Zeiten und „The Shallows“, obgleich ein völlig anderes Genre ist ebenfalls ziemlich stark. Da kommt „All I see is You“ nicht ganz heran, ist in seiner Erzählart aber ebenfalls herausragend.

In den Extras befinden sich der Trailer und Filmtipps.

All I see is you: USA 2016; Regie: Marc Forster; Darsteller: Blake Lively, Jason Clarke, Wes Chatham, Danny Huston; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 110 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Universum Film. Veröffentlichung Verkauf: 20. April 2018.

Bewertung: 7,8/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 2/4

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