Arrested Denial: Frei.tal

13. Mai 2018
By Holger Nickel

Musik

Arrested Denial – Frei.tal

Die zweite Platte ist immer die schwerste… Deswegen haben sich die Punkrocker Arrest Denial aus Hamburg auch gleich so lange dafür Zeit genommen, dass wohl der eine oder andere denken könnte, es müsste schon ihr dritte Longplayer sein. Streng genommen ist er das auch, wenn man die immer noch frei im Netz verfügbare EP „Church on Friday“ von 2010 mitrechnet.

„Frei.tal“ heißt das 12 Songs umfassende Album und es geht einige Schritte weiter auf dem Weg, den die Band mit ihrer ersten offiziellen Platte „Our best Record so far“ 2013 inhaltlich eingeschlagen haben: Einen Schritt weiter in Richtung melancholischer Hymnen und des kritisches Blicks auf das eigene Leben, aber auch einen Schritt weiter Richtung klarer Kante gegen alles, was sich in jüngster Zeit unter dem Banner des besorgten Bürgers zusammengerottet hat. Gegen Homophobie, Nationalismus und religiösen Fundamentalismus hilft manchmal nur noch der Hass auf den Hass. Konsequenterweise sind auch die englische Texte gewichen, eindeutige Aussagen lassen sich auf Deutsch nun mal am besten formulieren.

Punkrock, Ska und schlicht gute Musik. Das Album ist ein Highlight. Vergleiche würden sich leicht finden lassen, auch zu Bands, die politisch anders denken. Auf dem Album „Frei.tal“ sind gleich mehrere Songs richtig gut, allen voran „Nationalisten aller Länder“, aber auch „Alles bliebt gleich“ oder „Heimathafen“ und „Zeit zu gehen“. Macht weiter Jungs!

Arrested Denial – Frei.tal

Label: Mad Butcher Records

VÖ-Datum: 22.07.2017

Format: CD

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