Aus nächster Distanz

1. Juni 2019
By Holger Nickel

Thrillerdrama

In seinem neuen, in Hamburg größtenteils angesiedelten Thriller, spielt der israelische Regisseur, ähnlich wie in seinem Kinoerfolg „Lemon Tree“, mit Geheimdienstmotiven. „Aus nächster Distanz“ ist hochspannendes Genrekino mit überraschenden Wendungen und Verwicklungen wie in einem Bestseller von John le Carré. In den Hauptrollen sind Golshifteh Farahani („Der Mann, der niemals lebte“, „Huhn mit Pflaumen“, „Stein der Geduld“, „Mein Bester und ich“), Neta Riskin („Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“, „Shtisel“), sowie in Nebenrollen Yehuda Almagor, und Doraid Liddawi, Mark Waschke, Haluk Bilginer und Lior Ashkenazi zu sehen. Lange Zeit ist der Film ein Kammerspiel zweier unterschiedlicher Frauen in einer Wohnung in Hamburg. Die eine soll die andere beschützen. In ihren Unterhaltungen kommen sie sich langsam näher, volles Vertrauen ist bei Agenten und Spitzeln aber wohl nie möglich.

Inhalt

Zwei schöne Frauen, die zum Spielball politischer Machtinteressen werden: Die libanesische Informantin Mona (Golshifteh Farahani) und die israelische Mossad-Agentin Naomi (Neta Riskin), die Mona beschützen soll, bis diese sich von einer Gesichtsoperation erholt und eine neue Identität bekommen hat. Zwei Wochen lang leben die beiden Frauen, die weit mehr teilen, als es zunächst den Anschein hat, gemeinsam in einer vermeintlich sicheren, geheimen Hamburger Wohnung. Niemand ahnt, dass sich diese beiden Wochen in einen wahren Albtraum verwandeln werden. In einem komplexen Vexierspiel aus Hochverrat, Loyalität und Entscheidungen, die nicht ihre eigenen sind, werden die Beziehung der beiden Frauen, ihre Versprechen und ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt: Wofür lohnt es sich zu leben, und wem kann man am Ende noch trauen? Mona erzählt von ihrem Sohn und ihrem Ex-Mann, dem sie nicht trauen darf, Naomi gibt ebenfalls Privates von sich Preis. Doch kurz bevor sie fertig sind und Mona in ihren sicheren Hafen kommen soll, scheinen Attentäter sie aufzuspüren…

Kritik

Das ist schon ziemlich gut. Die beiden Frauen spielen grandios, die Story ist bis zum Ende klasse, alles weitere müsst ihr selbst entscheiden. Bei den Rezensionen heute sind es gleich drei Filme, deren Ende ich eventuell mir so nicht gewünscht hätte bzw. ich ein anderes präferieren würde. In „Alles ist gut“ ist mir der Ausbruch am Ende zu profan, in „Dave made a Maze“ ist es nur eine erzählerische Schwäche, um vielleicht eine Fortsetzung drehen zu können und hier ist es die pure Geheimdienstarbeit, die verstörend wirken könnte, geheimnisvoll mein ich…

Das Bonusmaterial besteht aus dem Trailer und Filmtipps.

Aus nächster Distanz (O: Shelter): Israel / D / F 2017; Regie: Eran Riklis; Darsteller: Golshifteh Farahani, Neta Riskin, Yehuda Almagor, Mark Waschke, Hannes Wegener; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 89 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Hebräisch / Englisch / Deutsch / Arabisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 2,39:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©NFP marketing & distribution / EuroVideo Medien. Veröffentlichung Verkauf: 11. April 2019.

Bewertung: 7,9/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4

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