Barry Seal

7. Januar 2018
By Holger Nickel

Biopic / Polit-Thriller-Komödie

Die CIA. Das weiße Haus. Pablo Escobar. Ein Mann täuschte sie alle. Superstar Tom Cruise präsentiert sich in dem irrwitzigen Abenteuer „Barry Seal – Only in America“ unter der Regie von Doug Liman („Die Bourne Identität“) als charmantes Schlitzohr, das nichts anbrennen lässt. Filme über den Drogenhandel in den 1980er Jahren gab es zuletzt einige, allen voran die Serie „Narcos“. Doch auch das Ronald Reagan Interview, zusammen mit seiner Frau, über die Drogengefahr in den USA ist legendär. So wichtig und richtig der Film vermutlich ist, es ist vor dem realen politischen Hintergrund eine Abenteuerkomödie geworden, zumindest wirkt sie so. Ein kleiner Pilot wurde durch die amerikanische Regierung reich gemacht. In seinem heiklen Beruf hat er Waffen an mittel- und südamerikanische Staaten geliefert und Drogen in die USA geschafft. Tom Cruise („Mission Impossible“) mit einer Paraderolle.

Inhalt

Anfang der 80er Jahre hält sich der sympathische Draufgänger Barry (Tom Cruise) durch raffinierte Schmuggeleien neben seinem Job als Pilot gut über Wasser. Kompliziert wird es, als er von der CIA, in Person von Schäfer (Domhnall Gleeson) rekrutiert wird, um an verdeckten Operationen in Südamerika mitzuarbeiten. Barry entdeckt schnell, dass sich auch mit der Gegenseite lukrative Geschäfte machen lassen. Dabei verstrickt er sich immer tiefer in dubiose Machenschaften mit CIA, FBI, Guerilla-Kämpfern in Nicaragua und dem kolumbianischen Kartell um Pablo Escobar. Es ist kein einfaches Unterfangen Waffen auszuliefern, als Vehikel der Vereinigten Staaten von Amerika und gleichzeitig Drogen in die USA zu bringen. Er macht Millionen mit diesen Geschäften. Er weiß schon gar nicht mehr, wie er das Geld waschen könnte, findet überall Verstecke für die Taschen voller Dollar. Doch immer kann das Geschäft nicht gutgehen. Da braucht man schon mächtige Freunde, die einen Schützen, wenn mal ein Familienmitglied Mist baut, oder die Justiz hinter einem her ist.

Kritik

So ernst die Thematik ist, so amüsant wirkt der Film. Das ist die große Stärke des Politdramas, das es eigentlich darstellt. Der politische Skandal der dahintersteht, das Leben des Barry Seal, von unten nach ganz oben und wieder zurück… Im Kino wollten den Film nur gut 320.000 Zuschauer sehen, ein paar mehr hätte er schon verdient gehabt, selbst wenn das Thema nun wirklich häufig genug durchgenommen worden ist.

Im Bonusmaterial befinden sich entfernte Szenen, amerikanische Geschichtenerzähler, Cruise & Liman: ein Gespräch, ein Hinter den Kulissen, der echte Barry Seal, der Dreh und hoch oben sowie der Trailer und Filmtipps.

Barry Seal – Only in America (O: American Made): USA 2017; Regie: Doug Liman; Darsteller: Tom Cruise, Sarah Wright, Domhnall Gleeson, Caleb Landry Jones, Jayma Mays, Jesse Plemons; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 110 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1, Französisch 5.1, Italienisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Arabisch, Hindi, skand. Sprachen; Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Universal Pictures Germany. Veröffentlichung Verkauf: 11. Januar 2018.

Bewertung: 8/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4  - Anspruch: 3/4

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