Bessere Zeiten
Familiendrama
Eine glückliche Familie, der Ehemann liegt mit seiner Frau noch im Bett, beide schlafen, nebenan die zwei kleinen Kinder. Nach dem Aufwachen Liebkosungen bis plötzlich das Telefon klingelt. Leena nimmt widerwillig ab, die Stimme am anderen Ende des Hörers klingt vertraut – ihre Mutter. Der Auftakt zum Familiendrama, um eine junge intelligente Frau, die Abstand zu ihren Eltern gewinnen wollte und hat. Ihrem Mann und den Kindern hat sie nichts von ihren Eltern erzählt, doch nun liegt die Mutter im Sterben. Auf Drängen ihrer Familie muss sie sich auf den Weg machen. Eine Reise auf der sie mit ihrer Vergangenheit abschließen will, einer traumatischen Kindheit.
Kinostart: Donnerstag, 08. Dezember
Inhalt
Leena („Millenium“ Trilogie-Star Noomi Rapace) erhält einen Anruf von ihrer Mutter, zu der sie schon lange keinen Kontakt mehr pflegt. Die alte Frau liegt im Sterben. Zunächst muss Leena ihrem Mann und ihren Kindern erklären, warum sie ihre Eltern nie erwähnte. Doch Leena weicht aus, Angst ist in ihrer Haltung, Mimik und Gestik zu erkennen. Doch ihre Familie drängt sie, ihre Mutter zu besuchen. Die ganze Familie fährt los. Leena wirkt auf der Fahrt wie unter Schock, ihr Mann findet keinen Zugang mehr zu ihr, kann aber ihren Schmerz auch nicht nachvollziehen. In Rückblenden wird die Kindheit von Leena gezeigt. Die Eltern, die in ärmlichen Verhältnissen leben, die beiden Kinder. Leena hat noch einen kleinen Bruder. Es war keine leichte Kindheit, die Eltern waren ständig betrunken. Die Erinnerungen nagen an der jungen Mutter, neben dem Alkohol, die ständigen Streitereien, die alles Glück im Keim zerstörten. Leena wurde troz widriger Umstände zu einem cleveren Mädchen, erfolgreich in der Schule, bei Schwimmwettkämpfen später im Beruf. Auch ihre beste Freundin half ihr sich im Leben zu Recht zu finden. Ihr Bruder hingegen floh in eine Traumwelt.
Kritik
Ist es eine Selbstheilung, die Leena mit der Reise zu ihrer Mutter und in ihre Vergangenheit vollzieht. Zumindest ist es ein sehr intensives Drama, mit einer alles überragenden Noomi Rapace. In ihrem Gesicht ist der Schmerz, die Verzweifelung, die Angst und der Trotz zu sehen. Sie zerbricht fast auf der Reise um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Dabei kann ihr niemand helfen. Das Leben in einer Sozialbausiedlung in Ystad bedeutete mit ihren Eltern keine Normalität. Die ganzen Jahre der Verdrängung kehren auf dieser Reise zurück. Der lehre Blick in Leenas Gesicht, die kurzzeitig gebrochene Frau, die sich wieder ins Leben zurück kämpfen muss. Der Schrecken einer Kindheit in einem skandinavischen Drama, das intensiver kaum gespielt werden könnte. Wohl eher für den DVD-Start relevant, die Minute 68 ist die bedeutendste im ganzen Film. Die Raschplatzkinos werden die dichte Atmosphäre besser kolportieren.
Bewertung: 7/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 1/4 – Humor: / – Erotik: 1/4 – Anspruch: 3/4


