Das Privatleben des Sherlock Holmes

11. November 2017
By Holger Nickel

Krimi-Komödie

Was Sie schon immer über Sherlock Holmes wissen wollten, aber nie zu fragen wagten, erfahren Sie in Billy Wilders vielleicht persönlichstem Werk: Denn „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ nähert sich auf humorvoll-abenteuerliche Weise nicht nur dem Verhältnis zwischen dem großen Detektiv und seinem Sidekick Watson, er nimmt auch Holmes’ Beziehung zu Frauen auf’s Korn und lüftet nebenbei auch noch das Geheimnis des Ungeheuers von Loch Ness. Hier behauptet Holmes gar, er wäre homosexuell und mit Watson anders liiert, als bislang angenommen, nur um einer russischen Künstlerin zu entkommen. Im Bonusmaterial befindet “Sherlock Holmes”-Legende Christopher Lee, der hier in der Rolle von dessen Bruder Mycroft zu sehen ist. Um die Lösung von Kriminalfällen geht es höchstens peripher.

Inhalt

Ein verschollen geglaubtes Manuskript aus dem Nachlass von Dr. Watson (Colin Blakely) ermöglicht einen Blick auf die weniger bekannten Fälle des berühmten Privatdetektives, den der Zufall mit der jungen Gabrielle Valladon (Geneviève Page) zusammenbringt. Auf der Suche nach deren verschollenen Mann, verschlägt es Holmes mit Watson und seinem Bruder Mycroft ins schottische Hochland, wo nicht nur das Loch Ness eines seiner größten Geheimnisse preisgibt. Zu Beginn des Films erklärt Watson, warum er solche Themen früher nicht ansprach, warum es ihm aber nun nach Holmes Tod ein Bedürfnis ist. Es wird privat. Holmes ist gelangweilt, konsumiert Drogen und braucht endlich wieder einen Fall, der seinen Intellekt nicht beleidigt. Da helfen kurze Einlagen weniger, wenn eine russische Künstlerin von ihm ein Baby haben möchte, da sie seine Intelligenz schätzt. Während Watson gerne die Frauen umschwärmt, muss er bald feststellen, dass sein Ruf in Gefahr ist. Doch bald schon gibt es einen neuen Fall außerhalb Londons, der die beiden Mimen in den Bann zieht. Ein neues Abenteuer. Eine junge Frau hat ihr Gedächtnis verloren und ihren Mann.

Kritik

Mal wieder eine ältere Sherlock Holmes Verfilmung, die spannend ist und überzeugend den Inhalt vermittelt. Kein Highlight der Filmgeschichte aus heutiger Zeit, aber zumindest ein ordentlicher Krimi mit einer ungewöhnlichen Geschichte.

Das Bonusmaterial besteht aus entfernten Szenen, Interviews mit Christopher Lee und Cutter Ernest Walter, einer Bildergalerie sowie dem Trailer und Filmtipps.

Das Privatleben des Sherlock Holmes (O: The Private Life of Sherlock Holmes): UK 1970; Regie: Billy Wilder; Darsteller: Robert Stephens, Christopher Lee, Colin Blakely, Geneviève Page, Tamara Toumanova; FSK: ab 6 Jahren; Dauer: 125 Minuten; Sprachen: Deutsch 2.0, Englisch 2.0; Untertitel: Englisch; Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Koch Media. Veröffentlichung Verkauf: 09. November 2017.

Bewertung: 7,5/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4  - Anspruch: 2/4

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