Der Effekt des Wassers

11. November 2017
By Holger Nickel

Romantische Dramödie

Ausgezeichnet mit dem César für das beste Drehbuch und dem Publikumspreis der Französischen Filmtage Tübingen-Stuttgart. Eine kleine Produktion über die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Über das Schwimmen und Island. In der Amazon-Beschreibung stimmt einiges nicht: Der Film ist nicht nur in der Originalversion vorhanden, sondern synchronisiert, die wenigen Szenen in denen isländisch gesprochen wird sind untertitelt. Das Bild ist 16:9 und völlig okay. Zwei Menschen könnten zueinander finden, doch der Weg dorthin ist steiniger als es unbedingt nötig gewesen wäre. Eine stille und feinsinnige Komödie über die Liebe. Machen die Bilder nicht Lust auf einen Urlaub auf Island? Und nicht vergessen: Vor dem Schwimmen immer schön duschen und einseifen… Auf Island zieht man dafür die Badebekleidung aus.

Inhalt

Samir (Samir Guesmi), ein Kranfahrer aus einer Vorstadt von Paris, verliebt sich Hals über Kopf in Agathe (Florence Loiret-Caille). Gerade hat er sie in einer surrealen Situation erlebt, in der ihr jemand einen Job angeboten hat, damit aber sexuelle Gefälligkeiten verband, wenn auch nicht ganz so deutlich formuliert. Er findet heraus, dass sie Schwimmlehrerin ist, und um ihr näherzukommen, gibt er sich als Schwimmschüler aus, obwohl er eigentlich ein guter Schwimmer ist. Seine Schwindelei fliegt jedoch nach der dritten Stunde auf – und Agathe hasst Lügner. Dummerweise wollte er den Helden spielen und eine junge Frau aus dem Wasser retten, just in dem Augenblick als sich die beiden näherkamen. Enttäuscht flieht Agathe nach Island zu einem internationalen Bademeisterkongress und zu einer Freundin, die inzwischen eine wichtige Position auf der Insel einnimmt. Agathe hat aber nicht mit der Sturheit von Samir gerechnet, den selbst ein Ozean nicht aufhalten kann. Er bringt ihren Aufenthaltsort in Erfahrung und fährt ihr nach. Doch so leicht macht es Agathe ihm nicht. Allein der Beweis des Nachfahrens reicht ihr bei weitem nicht…

Kritik

Der Film fängt charmant an, die mögliche Romanze zwischen der kühlen Blonden und dem leicht gehemmten Araber entwickelt sich. Seinen Höhepunkt erlebt der Film in der Duschszene, ihren Tiefpunkt im Stromschlag und folgenden Situationen, die die Sehfreude insgesamt schmälern.

Das Bonusmaterial besteht aus dem Trailer und Filmtipps.

Der Effekt des Wassers (O: L’Effet Aquatique): F 2016; Regie: Sólveig Anspach; Darsteller: Florence Loiret-Caille, Samir Guesmi, Jean-Luc Gaget, Didda Jonsdottír; FSK: ab 6 Jahren; Dauer: 80 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Französisch (Isländisch) 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Arsenal Filmverleih / Good Movies. Veröffentlichung Verkauf: 22. Oktober 2017.

Bewertung: 7,5/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4  - Anspruch: 2/4

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