Egon Schiele

19. März 2017
By Holger Nickel

Künstler-Biographie

„Egon Schiele“ lässt einen der prägendsten Künstler der Wiener Moderne wieder aufleben und ist zugleich ein pulsierendes, intensives wie episches Zeitbild. Neuentdeckung Noah Saavedra („Spectre“) brilliert als von Leidenschaft getriebener Künstler auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Den Schauspielerinnen an seiner Seite, Valerie Pachner („Vor der Morgenröte“) als Wally und Maresi Riegner („Uns geht es gut“) als seine Schwester Gerti, gelingt ebenfalls eine ganz und gar meisterhafte Darbietung. Im Rahmen des Österreichischen Filmpreises 2017 wurde der Film in den Kategorien Bester Spielfilm, Beste weibliche Darstellerin (je eine Nominierung für Valerie Pachner und Maresi Riegner) sowie als Beste Regie und Bestes Drehbuch nominiert. Ein junger Mann, der sich ganz und gar der Kunst verschrieben hat, der Katzeichnung, starb 1918. Neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka ist er einer der bedeutendsten Künstler der Wiener Moderne gewesen, seine Bilder erzielen heute Millionenbeträge.

Inhalt

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Egon Schiele (Noah Saavedra) ist mit seinen originellen, erotisch aufgeladenen Werken einer der meist diskutierten Künstler seiner Zeit. Leidenschaftlich lebt er für seine Kunst, die inspiriert wird von schönen Frauen und dem Geist einer zu Ende gehenden Ära. Seine jüngere Schwester Gerti (Maresi Riegner) ist seine erste Muse, doch schon bald stehen zu ihrem Missfallen immer neue Mädchen für Egon Modell, was gesellschaftlich gesehen besser ist, das Alter vieler Mädchen ist allerdings deutlich zu jung. Als ihm von seinem Künstlerfreund Gustav Klimt (Cornelius Obonya) die rothaarige Wally (Valerie Pachner) vorgestellt wird, verbindet die beiden bald schon mehr als die Liebe zur Kunst. Eine ebenso stürmische wie wahrhaftige Beziehung beginnt, die sich fortan durch Schieles Schaffen ziehen wird und durch sein Gemälde „Tod und Mädchen“ unsterblich geworden ist. Zwischendurch gerät Schiele allerdings mit dem Gesetz und Konflikt und er muss über eine Hochzeit nachdenken. Sein Leben verläuft in verworrenen Bahnen, stets auf die Kunst achtend, Geld war ihm egal, so lange es vorhanden ist.

Kritik

Nur 28 Jahre alt ist Egon Schiele geworden. Das Ende einer kurzen Künstlerzeit voller Werke, die bis heute erhalten geblieben sind und sich gut verkaufen. Ein Film, der zu Beginn vor Leben und Lust nur so strotzt, gegen Ende aber an Fahrt und Einfühlungsvermögen verliert. Gute Darsteller allesamt, ob der Protagonist, die Schwester oder die Geliebte.

Im Bonusmaterial gibt es Interviews, entfernte Szenen, das Casting, Einblick in die Proben sowie den Trailer und Filmtipps.

Egon Schiele: Ö / Lux 2016; Regie: Dieter Berner; Darsteller: Noah Saavedra, Maresi Riegner, Valerie Pachner, Elisabeth Umlauft, Marie Jung; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 110 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph Widescreen); Vertrieb: ©Alamode Film. Veröffentlichung Verkauf: 17. März 2017.

Bewertung: 7,9/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4

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