Empathy Test feiern mit ihren Fans

14. Januar 2018
By Steve Palaser

Ausverkauftes Konzert in der SubKultur Hannover ein voller Erfolg

Die junge Londoner Synthpop-Band Empathy Test hatte 2017 ja bereits mehrfach für positive Aufmerksamkeit gesorgt. Erst hat ihr Unterstützungsaufruf bei Pledge Music für ihr Debutalbum nicht nur in Rekordzeit die gewünschte Summe zusammen, der Zielbetrag wurde sogar um das Sechsfache (!) überschritten. Von diesem großen Zuspruch überrascht, beschlossen sie dann einfach, anstatt des angekündigten einen Albums eben gleich ZWEI Alben zu produzieren und gleichzeitig zu veröffentlichen. Beide Alben, „Safe Fom Harm“ und „Losing Touch“, sind nun seit November 2017 erhältlich und wurden von Kritik und Fans auch mehr als positiv aufgenommen. Die Tour, die die Band anlässlich  der Alben-Releases geplant hatte, konnte auch flugs drei ausverkaufte Termine vorweisen, wobei das erste ausverkaufte Konzert der Termin am 27. Dezember 2017 in der SubKultur Hannover war.

Wenn eine kleine Location wie die SubKultur „ausverkauft“ meldet, kann man davon ausgehen, dass es kuschelig eng wird. So war es dann auch. Überraschend war aber nicht die Anzahl des Publikums, sondern dessen Zusammensetzung. Während bei den bisherigen Konzerten, denen ich beiwohnen durfte, der Altersschnitt deutlich über 30 bis über 40 lag, war das Spektrum hier wesentlich breiter. Von Kindern, ein Mädchen feierte sogar ihren 12. Geburtstag bei dem Konzert, wie Sänger Isaac bei Nachfrage erfuhr, bis zu älteren Semestern war alles vertreten, wobei ein guter Teil der Generation der Millennials zugerechnet werden kann. Dies ist, wenn man sich die Musik und Themen, die Empathy Test in ihren Songs behandeln, einmal genauer anschaut, auch nicht weiter verwunderlich, da die Band damit so ziemlich genau den Nerv der Millennials trifft. Dass Sänger Isaac eine geniale Stimme hat und auch die musikalischen Elemente sehr eingängige und klare Synthpoplinien haben, kommt noch hinzu und sorgt letztlich dafür, dass Empathy Test eine generationenübergreifende Anziehungskraft haben, was auch ihren Erfolg erklärt.

Doch vor dem Auftritt der Senkrechtstarter durfte erst einmal Adam Is A Girl die Aufgabe übernehmen, das Publikum in Stimmung zu bringen. Das Berliner Duo um Sängerin Anja Adam und Soundexperte Alex Pierschel bietet atmosphärisch starke Songs aus dem Indietronic/Dark Wave-Bereich und hat sich dank diverser Support-Gigs in den letzten Jahren nicht nur in Berlin zum Geheimtipp entwickelt, der eben nicht nur die schwarze Szene, sondern auch ein breiteres Publikum anspricht. Dank dieser Gemeinsamkeit mit Empathy Test war Adam is a Girl auch ein optimaler Support. Stücke wie „Soldier“ oder „Chase her down“ wurden vom Publikum sehr positiv aufgenommen und man merkte Band und Zuschauern an, dass sie Spaß an diesem Auftritt hatten. Nach rund 40 Minuten verabschiedeten Adam is a Girl sich von der Bühne und nach kurzer Umbauphase war es Zeit für Empathy Test.

Die Band um Sänger Isaac zelebrierte eine Synthpop-Perle nach der anderen, teilweise konnte das Publikum sogar mitsingen. Effektiv war das Konzert ein „Best of“ der beiden Debutalben. Von „Losing Touch“ spielten sie den gleichnamigen Titelsong, „Throwing Stones“, „Here is the Place“, „Kirrilee“ und mehr. Von „Safe From Harm“ gab es neben dem Titelsong die Stücke „Bare my Soul“, „Trampoline“, „Be my side“, Vampire Town“ und natürlich „Everything will work out“  zu hören, wobei letzterer Song für Partystimmung sorgte, da das Publikum fleißig in den Refrain einstimmte. Zwischen den Songs nahm sich Isaac immer wieder mal die Zeit, mit dem Publikum zu sprechen, wobei er eben auch von dem bereits erwähnten Geburtstag erfuhr, was er scherzhaft mit einem „Und da hast Du nichts besseres zu tun, als uns zu besuchen?“ kommentierte. Die Band bekam während des Gigs auch Cocktails spendiert, was sie ebenfalls dankbar und mit Augenzwinkern kommentierten. Isaac bedankte sich am Ende nach diversen Zugaben nicht nur bei den Fans, sondern auch bei der Technik und dem Veranstalter bedankte: „Auch wenn wir bei seinem Aussehen zunächst etwas Angst vor ihm hatten – Jens ist ein netter Kerl, der hier gute Arbeit macht!“

Diesem Schlusswort ist nichts mehr hinzuzufügen und es bleibt zu hoffen, dass sich Empathy Test bald wieder nach Hannover in die SubKultur begeben, dann vielleicht mit zwei Terminen nacheinander, wie seinerzeit bei Aesthetic Perfection, um das Publikumsinteresse zu befriedigen.

Text & Fotos: Steve Palaser

Weiterführende Links:

Empathy Test

SubKultur Hannover

Adam Is A Girl

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