Endlich wieder samstags für 96
Seit dem ersten Spieltag wird das Spiel gegen den FC Augsburg, das zweite Heimspiel, das auf einen Samstag terminiert wurde. Endlich wieder 15.30 Uhr. Das wirkt sich auch auf den Zuschauerandrang aus.
Bereits am Donnerstag waren 39.000 Tickets verkauft, die 40.000 Marke dürfte somit locker übersprungen werden, psychologisch wichtig. Nach den Länderspielen unter der Woche trafen die Reisenden im Lauf des Donnerstags wieder ein, manche erst am Freitag. Karim Haggui und Sofian Chahed waren mit die Ersten, Chahed hat einen Tritt gegen den Kiefer bekommen, mit zwei Cuts im Gesicht ist er zwar kurzfristig vom Fussball gezeichnet, aber einsatzbereit. Moa Abdellaoue muss mit einem „Horse Kick“ – Pferdekuss – leben, kann aber auch spielen. Manuel Schmiedebach wird mit seinem Muskelfaserriss ausfallen, den er sich in der 85. Minute in Dortmund zugezogen hat. Markus Miller wurde aufgrund seiner Grippe von der Mannschaft isoliert, hat in dieser Woche keine Trainingseinheit absolviert.
Die Langzeitverletzten Henning Hauger und Carlitos werden so langsam wieder an den Fussball herangeführt. Beide dürfen am Samstag beim Hallerschen FC mit der zweiten Mannschaft von Hannover 96 ran, mit der U23, wie es so schön heißt.
Das Spiel gegen den FC Augsburg besitzt natürlich, wie jedes andere Match eine besondere Bedeutung. Ein Sieg wäre ungemein wichtig, um weiter dran zu bleiben, um näher ran zu kommen, in erster Linie aber um den Abstand nach hinten zu vergrößern bzw. konstant zu halten. An eine Niederlage, wie in dieser Saison nach Länderspielen Usus, mag niemand denken, zumal es ja keine richtige Pause gab. Die Neulinge in der Liga haben am Wochenende für eine Überraschung gesorgt mit dem klaren Sieg gegen Otto Rehagels Hertha BSC Berlin. Augsburg spielt generell sehr defensiv. Statistisch gesehen ist die Mannschaft erst 43 Mal in dieser Spielzeit in Abseits gelaufen, bei den Roten liegt der Wert bei 126 Mal. Augsburg gelang bislang ein Auswärtssieg, ein 1:0 in Mainz, wenn sie in Führung liegen wird es schwer; das haben die Roten in den letzten zwei Jahren perfektioniert. Hannover möchte natürlich daheim ungeschlagen bleiben. Auf Bellinghausen und Oehrl wird aber besonders zu achten sein.
Im Sturm der Roten hat sich ein Luxusproblem aufgetan. Mit Didier Ya Konan, Moa Abdellaoue und Mame Diouf stehen drei sehr gute Stürmer zur Verfügung. Das gegenseitige Verständnis auf dem Platz ist noch verbesserungsfähig, doch die drei können gut miteinander interagieren. Bislang ist Diouf ein Glücksfall für Hannover, wieder ein „Schnäppchen“ von Sportdirektor Jörg Schmadtke. In der Länderspielpause konnte mit den verbliebenen Spielern ein wenig mehr Analyse gemacht werden, Gespräche geführt und individueller trainiert werden. Natürlich ist es kein Vorteil, wenn die Hälfte der Stammspieler fehlen, da dürften die Augsburger einen kleinen Vorteil für sich proklamieren. Dennoch ist der Anspruch an da Team dieses Spiel positiv zu gestalten. Ein schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff dürfte der Schlüssel zum Sieg werden. In der kommenden Woche geht es bereits nach Lüttich, anschließend nach Bremen.


