Gestüt Hochstetten

12. Februar 2018
By Holger Nickel

Miniserie / Drama

Erst kürzlich wurde „Gestüt Hochstetten“ in der ARD ausgestrahlt. Eine  sehr gute österreichische Miniserie, die zudem zuvor auf ServusTV gezeigt worden ist und sowohl in acht Episoden à 45 Minuten, oder wie in der ARD mit 4 x 90 Minuten zu sehen ist. Auf der DVD gibt es die vier Episoden Variante. Eine Dramaserie um ein Gestüt für Trakehnerpferde, das vererbt wird. Erben sind allerdings nicht die direkten Familienmitglieder, sondern ein uneheliches Kind des Verstorbenen, das er mit seiner Geliebten hatte, die nach der Geburt verstorben ist. So erbt eine junge Frau, die sich in einer Bäckerei in Wien durchschlägt plötzlich den Hof. Sie steht vor der Entscheidung entweder für 200.000 Euro alle Rechte abzugeben, oder sich der Herausforderung und den Anfeindungen der Familie zu stellen. Nicht alle ihre Halbgeschwister sind gegen sie. Stattdessen warnen sie sie vor ihrer Familie. Es geht um das gesamte Gestüt Hochstetten, dessen Zukunft ungewiss ist.

Inhalt

Die 23-jährige Alexandra (Julia Richter) lebt alleine in Wien und arbeitet in einer Großbäckerei. Ihr Leben verändert sich schlagartig, als sie plötzlich Haupterbin eines herrschaftlichen Trakehner-Pferdegestüts wird – vermacht von einem Vater, den sie nie kennengelernt hat. Aufgewachsen bei einer Pflegefamilie dachte Alexandra bislang, dass ihre Eltern kurz nach ihrer Geburt bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Völlig unerwartet hat sie nun drei Halbgeschwister – Maximilian (Christoph Luser), Silvia (Patricia Aulitzky) und Leander (Laurence Rupp), die bereits Pläne mit ihren Erbanteilen hatten und weder von dem Testament, noch von der unehelichen Halbschwester wussten. Vor allem Maximilian ist nicht bereit, sein Erbe zu teilen. Gemeinsam mit seiner Geliebten Maggie (Jeanette Hain) versucht er alles, den unliebsamen Neuankömmling wieder loszuwerden. Doch Alexandra lässt sich nicht unterkriegen und entdeckt neben ihrer Liebe zu Pferden auch ein dunkles Familiengeheimnis. Die sind nebenbei längst nicht so liquide wie erhofft.

Kritik

Außergewöhnlich gut, vor allem weil es menschelt. Das ist hier kein „Dallas“ oder Ähnliches, wo es nur um Intrigen und eine schlichte Gut-Böse-Zeichnung geht, sondern eine sympathische Miniserie vor malerischer Kulisse und eleganten Pferden. Untertitel wären schön auf der DVD gewesen, sind aber auch nicht zwingend notwendig. Julia Franz Richter ist eine echte Entdeckung.

Die Extras bestehen aus dem sehr guten Making of, einem Behind the Scenes, Interviews mit Cast & Crew sowie dem Trailer und Filmtipps.

Gestüt Hochstetten (O: Trakehnerblut): Ö 2017; Regie: Andreas Herzog, Christopher Schier; Darsteller: Julia Richter, Christoph Luser, Laurence Rupp, Patricia Aulitzky, Jeanette Hain, Mariam Hage, Stipe Erceg; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 360 Minuten, 4x 90 Min.; Sprachen: Deutsch 2.0; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph Widescreen); Vertrieb: ©Polyband Medien. Veröffentlichung Verkauf: 12. Februar 2018.

Bewertung: 8,2/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 3/4

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