Lotte Jäger

11. März 2019
By Holger Nickel

Krimi

Eine neue Kommissarin drückt der deutschen TV-Landschaft ihren Stempel auf. Eine beeindruckende Frau, gespielt von Silke Bodenbender, die in den beiden Filmen „Lotte Jäger und das tote Mädchen“ und „Lotte Jäger und die Tote im Dorf“ völlig unterschiedlich agiert. Silke Bodenbender hat schon in Werken wie „Eine verhängnisvolle Nacht“ oder „Die Seelen im Feuer“ überzeugt. Nun spielt sie eine Einzelgängerin, eine Kommissarin, die sich auf „Cold Cases“ spezialisiert hat, weil sie keine Leichen mehr sehen kann. Einen Partner hat sie, der ihr aus der Ferne hilft, vor Ort agiert sie allein und selbstbewusst, aber gleichzeitig verletzlich. Der erste Fall setzt sich mit dem Tod einer jungen Frau auseinander, die mit DDR-Bonzen und Gästen rummachte und schließlich sterben musste. Im zweiten Fall steht ein Dorf unter Generalverdacht, nachdem nach einer Fußballfeier eine junge Frau ermordet wurde. Jeder verdächtigt jede – niemand wird froh, bis der Fall gelöst werden kann.

Inhalt

Lotte Jäger und das tote Mädchen:

Lotte Jäger (Silke Bodenbender) ist Oberkommissarin in einer auf ungelöste Altfälle spezialisierten Mordkommission in Potsdam. Zusammen mit ihrem Kollegen Kurt Schaake versucht sie, die wahren Täter noch ausfindig zu machen. Ein vermeintlicher Unfall im heutigen Berlin bringt Kommissarin Lotte Jäger auf die Spur eines dubiosen Todesfalls, der sich kurz vor der Wende im Schloss Hubertusstock ereignet hat. Bei ihren Ermittlungen deckt sie ein Netzwerk aus Vertuschung, Politik und Macht auf. Ins Visier gerät auch der einflussreiche Manager Weigel, der zu DDR-Zeiten in gehobener Position im Außenhandelsministerium tätig war.

Lotte Jäger und die Tote im Dorf:

Im Sommer 2001 fällt Manuela Kirschner nach der Aufstiegsfeier des Fußballvereins SV Grün Weiß Großlühne einem brutalen Gewaltverbrechen zum Opfer. Der verantwortliche Kriminalhauptkommissar Konrad Dahlke vermutet einen Sexualmord, kann aber den Fall nicht lösen. Der Argwohn in dem Dorf wächst – der Mörder ist unter ihnen, so viel ist sicher. Aufgrund eines anonym zugeschickten Videos bittet Dahlke Lotte Jäger und Kurt Schaake um Wiederaufnahme des Falls. Die Ermittlungen führen die Kommissarin in einen Sumpf aus Misstrauen, Missgunst und Verdrängung.

Kritik

Der erste Film ist richtig gut, wenngleich die Auflösung nicht ganz das voyeuristische Verlangen befriedigt. Der zweite Fall ist deutlich ernster, vor allem, was die Ermittlerin betrifft, die längst nicht so überzeugend auftritt, wie noch im Film zuvor. Eine spannende Entwicklung. Von Lotte Jäger würden wir gerne noch mehr sehen, wenngleich die vielen „Stars“ in den Nebenrollen eher störend wirken.

In den Extras gibt es den Trailer und Filmtipps.

Lotte Jäger: Und das tote Mädchen / Und die Tote im Dorf: D 2016/18; Regie: Sherry Hormann, Franziska Meletzky; Darsteller: Silke Bodenbender, Sebastian Hülk, Andreas Schmidt-Schaller, Anna Maria Mühe, Isolda Dychauk, Marie Gruber / Alexander Hörbe, Hansjürgen Hürrig, Christoph Letkowski, Veronika Nowag-Jones, David Bredin; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 180 Minuten, 2x 90 Min.; Sprachen: Deutsch 2.0; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Studio Hamburg Enterprises. Veröffentlichung Verkauf: 8. März 2019.

Bewertung: 7,9/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4  – Anspruch: 2/4

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