Love, Nina

20. April 2017
By Holger Nickel

Dramedy-Mini-Serie

„Love, Nina“ ist die Verfilmung von Nina Stibbes autobiographischem Roman, für dessen Drehbuch Bestseller-Autor Nick Hornby („About A Boy“, „High Fidelity“)  verantwortlich zeichnet. Dabei entstanden ist eine ebenso warmherzige wie lebensbejahende Dramedy, die Freundschaft und Familie zelebriert – mit allem was dazu gehört. Der Fußball musste bei Hornby natürlich mit rein, Arsenal FC, wie immer. Die Miniserie lebt von der Natürlichkeit, der Fröhlichkeit und der Naivität der Protagonistin, die wohl jede/r sofort ins Herz schließt. Daheim beim Abendbrot diskutieren die Kinder über Atombomben, man einigt sich auf Dosentomaten oder auch nicht und der Kater stört doch eigentlich nur, da sich die Kinder kaum um ihn kümmern. Nina ist, wann immer möglich, Barfuß unterwegs und dann lernt sie auch noch ihren ersten Freund kennen – mag sie ihn oder eher doch nicht…

Inhalt

England, 1982: Die 20-jährige Nina (Faye Marsay) zieht von der Kleinstadt Leicester nach London in das Künstlerviertel Camden, um sich fortan als Nanny um Joe und Max zu kümmern, die bei ihrer alleinerziehenden Mutter George (Helena Bonham Carter) und dem Intellektuellen Malcolm (Jason Watkins), leben. In dieser Bohemian-Welt der Schriftsteller und Intellektuellen, in der Ölgemälde an den Wänden hängen, Dielenböden knarzen und Nachbarn distinguiert sind, wirkt die ebenso naive wie altkluge Nina wie ein Wesen aus einer entfernten Galaxie. Da Nina in erster Linie für die beiden Jungs zuständig sein soll, führen diese natürlich auch das Vorstellungsgespräch mit ihr. Und wird sogleich mit knallharten Fragen aus der Welt der Intimsphäre und des Fußballs konfrontiert… Alles, was Schulabbrecherin Nina vorzuweisen hat, ist ihr aufrichtiger und geradliniger Charakter, der sie sicher durch dieses unbekannte Künstler-Universum lotst. Und dank ihrer liebenswerten Art meistert sie jede noch so heikle Situation …

Kritik

Entwaffnet ehrlich und fröhlich, das ist Nina. Eine Figur, wie wir sie selten in der Literatur oder in Filmen und Serien bisher finden konnten. Fünf Episoden à knapp 30 Minuten. Da hätten wir gerne mehr von. Visuell bemerken wir nicht, dass wir uns in den 1980er Jahren befinden, das ist aber keine Schwäche, sondern eher Stärke der Serie. Minimalismus von der Ausstattung her, doch es braucht nicht mehr um eine hervorragende Serie zu machen. Nina schreibt gerne Briefe.

Im Bonusmaterial befinden sich ein Behind the Scenes sowie Filmtipps.

Love, Nina: UK 2016; Regie: S.J. Clarkson; Darsteller: Faye Marsay, Helena Bonham Carter, Jason Watkins, Joshua McGuire, Harry Webster, Ethan Rouse; FSK: ab 6 Jahren; Dauer: 140 Minuten, 5x 28 Min.; Sprachen: Deutsch 2.0, Englisch 2.0; Untertitel: Englisch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph Widescreen); Vertrieb: ©Polyband Medien. Veröffentlichung Verkauf: 10. April 2017.

Bewertung: 8,2/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4  - Anspruch: 3/4

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