Merz gegen Merz – Staffel 1

14. Mai 2019
By Holger Nickel

Comedy-Serie

Da hat das ZDF wieder einmal einen Glücksgriff gelandet. „Merz gegen Merz“ ist eine Serie über ein Ehepaar, das in der Trennung steckt. Doch so leicht geht das nicht. Man kann sich nicht einfach trennen, wenn man beruflich noch verwoben ist und zudem einen Teenager als Sohn hat. In den Hauptrollen der Miniserie mit acht Episoden, die bald verlängert werden, sind Christoph Maria Herbst („Stromberg“, „Der Vorname“) und Annette Frier („Danni Lowinski“, „Das Pubertier“) zu sehen. Die Beiden rocken die Serie, auch dank sehr guter Nebencharaktere und DarstellerInnen. „Merz gegen Merz“ lief im April im Fernsehen und ist Ende des Monats als Heimvideo erschienen. Eine sehr gute deutsche Comdey-Serie. Humorvoll, aber nicht albern, realistisch nicht grotesk. Die alten Geschlechterrollen werden persifliert und analysiert.

Inhalt

Was tun, wenn die Liebe geht, aber der Partner nicht? Im besten Fall lachen. Zumindest, wenn man dabei zuschauen darf. Anne (Annette Frier) und Erik Merz (Christoph Maria Herbst) sind schon lange verheiratet, als ihnen auffällt, dass sie eigentlich keine Liebe, sondern nur noch Alltag leben. Die beschlossene Trennung umzusetzen ist gar nicht so leicht, denn die beiden haben nicht nur ein großes Haus und einen pubertierenden Sohn (15), sie arbeiten auch in der Firma von Annes Vater Ludwig (Michael Wittenborn), bei dem ausgerechnet jetzt Demenz festgestellt wird. Und unter diesen Umständen will Ludwig nicht auf seinen Schwiegersohn in der Firma verzichten. Wird das gut gehen: sich privat zu trennen und beruflich weiter zusammenzuarbeiten? Natürlich nicht. Aber es wird lustig. Anne und Erik müssen also weiter miteinander auskommen, was ihrer Paartherapeutin Frau Heller (Lena Dörrie) viel Arbeit und viel Honorar einbringt. Da werden Schrankwände quer durch das Wohnzimmer gestellt, Freundinnen ausgespannt, Businesspläne torpediert. Und gleichzeitig wird eine gescheiterte Ehe in wortgewaltigen Therapiesitzungen aufgearbeitet. Merz gegen Merz eben.

Kritik

Die Serie ist sehr gelungen. Die Therapiesitzungen geraten da eher in den Hintergrund, wenn der sogenannte Alltag des Paares gezeigt wird. Da möchte man unbedingt mehr sehen, vom Ehepaar, durchaus vom Sohn mit seiner Freundin und wie er es ständig verkackt. Die Eltern des Ehepaares sind ebenso Unikate, die versponnen und eigen agieren. Zum Glück wird es eine zweite Staffel geben, das ist hier schon ziemlich stark.

Im Bonusmaterial befinden sich das Making of, zehn Bonus Clips sowie Filmtipps.

Merz gegen Merz – Staffel 1: D 2019; Regie: Jan Markus Linhof, Felix Stienz; Darsteller: Christoph Maria Herbst, Annette Frier, Carmen-Maja Antoni, Michael Wittenborn, Lena Dörrie; FSK: ab 6 Jahren; Dauer: 200 Minuten, 8 x 23 Min.; Sprachen: Deutsch 2.0; Untertitel: -; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Eye See Movies / AV Visionen. Veröffentlichung Verkauf: 23. April 2019.

Bewertung: 8,4/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 3/4 – Erotik: 1/4  - Anspruch: 3/4

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