One Cut of the Dead

28. Mai 2019
By Holger Nickel

Horror / Persiflage

Nach „Train to Busan“ oder „Rampant“ kommt der nächste Zombie-Knaller aus Fernost – und er ist ein echtes Phänomen: Gestartet als absoluter Geheimtipp, vom katalanischen Sitges bis zum deutschen Fantasy Filmfest gefeiert, etablierte sich die japanische Untotenkomödie „One Cut of the Dead“ seit ihrer Premiere weltweit als absoluter Horror-Hit. Kein Wunder, wandelt sich „One Cut of the Dead“ doch vom Low-Budget-Zombie-Flick zu einer liebevollen Hommage ans Genre, die ihr Produktionsbudget 1.000-fach einspielte – doppelter Boden inklusive. Mit nur 25.000 US Dollar gedrehte Hommage an das Filmemachen, aus der ein Welthit wurde. Wer „Shaun of the Dead“ liebt, wird mit „One Cut of the Dead“ seine helle Freude haben. Oder: Wie drehe ich einen Zombie-Film mit nur einer Kameraeinstellung ohne Schnitte?

Inhalt

In Panik und mit einer Axt in den zitternden Händen versucht die junge Frau, sich ihren zombiefizierten Freund vom Leib zu halten. Leider vergebens. Da stürmt plötzlich Higurashi (Takayuki Hamatsu) wutentbrannt heran: Schon wieder hat sein semi-talentierter Cast eine Szene versaut – im 42. Take! Der Nachwuchsregisseur will doch einfach nur einen blutigen Zombiefilm drehen. Als aus heiterem Himmel echte Zombies auf der Bildfläche erscheinen, sind Higurashis Probleme gelöst. Flugs schnappt er sich die Kamera und hält damit auf seine Crew und die Schauspieler, die endlich in echter Panik vor den realen Untoten Reißaus nehmen. Doch wie kann das alles sein? Die Auflösung gibt es nach dem ersten Drittel und hier wird gezeigt, wie man für einen Zombie-TV-Sender ein besonderes Projekt ausführt. Ein professionelles Team macht sich an die Arbeit einen Film über Zombies zu senden, alles soll möglichst echt wirken und wird live übertragen. Ein sonderbares Vergnügen.

Kritik

Was ist das? Ein zweigeteilter Film mit einer Einleitung wie aus einem wahren Horror-Zombiewerk und anschließender Erklärung. Das ist durchaus gut gemacht und hat es verdient sich den Film anzusehen, wenngleich der zweite Teil zwar amüsant, doch ein wenig zu lang geraten ist.

Das Bonusmaterial besteht aus dem Making of, Outtakes, Go-Pro version of one-cut, POM TV Instruction Video, einem 24-seitigem Booklet sowie dem Trailer und Filmtipps.

One Cut of the Dead (O: Kamera o tomeru na!): J 2017; Regie: Shin’ichirô Ueda; Darsteller: Yuzuki Akiyam, Takuya Fujimura, Ayana Goda; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 96 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Japanisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Koch Films. Veröffentlichung Verkauf: 23. Mai 2019.

Bewertung: 7,6/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 4/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 2/4

Comments are closed.

Wir sind, wo du bist

RSS Feed abonnieren
Bei Twitter verfolgen
Auf flickr betrachten

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzbestimmungen.