One Percent – Streets of Anarchy

29. Mai 2019
By Holger Nickel

Action / Crime

Die „Sons of Anarchy“ waren gestern, jetzt brettern die „Copperheads“ über die Straßen: Regisseur Stephen McCallum wirft einen harten und authentischen Blick auf die Biker-Szene, in der Loyalität als höchstes Gut gilt. Zwischen knatternden Motoren, knallharten Typen und bleihaltigen Shoot-outs schlittern Ryan Corr („Wolf Creek 2“), Abbey Lee („Mad Max: Fury Road“) und Matt Nable („Arrow“) in eine hochexplosive Spirale der Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. 1 % ist 100 % Adrenalin! Na denn… Wenn denn der Inhalt dem Nahe käme. Die Story liest sich ähnlich wie in anderen Rocker- und Motorrad-Filmen, doch die Umsetzung ist grenzwertig. Gewalt, Sex und harte Spiele. Macht und Dominanz, vor allem Hierarchie und letztlich die Stärke der Frauen, der hintergangenen und der Macht durstigen.

Inhalt

Es heißt, 99 Prozent aller Biker seien rechtschaffene Bürger. Das restliche eine Prozent besteht aus kriminellen Outlaws, die in Gangs organisiert nach ihren eigenen Regeln leben – so wie die „Copperheads“. Während Oberhaupt Knuck (Matt Nable) im Knast saß, modernisierte sein Ziehsohn Paddo (Ryan Corr) die Strukturen des Motorradclubs – auch um seiner Freundin Katrina (Abbey Lee) ein besseres Leben zu bieten. Als Paddo einen riskanten Deal mit einer verfeindeten Gang eingeht, sieht Knuck seine Machtposition gefährdet. Zumal er gerade aus dem Gefängnis entlassen wird und seine Position wieder einnehmen will. Ein brutaler Zweikampf um den Thron der „Copperheads“ entbrennt, aus dem nur einer der Rocker als Sieger hervorgehen kann. Wer hat das Sagen innerhalb der Organisation? Keine Frage eigentlich, aber hinter den Kulissen ist der just Entlassene nicht mehr unumstritten, zumal er im Gefängnis bestimmte Neigungen entwickelt hat, die seiner Frau nicht schmecken dürften. Intrigen und Gewalt, nebenbei noch ein bisschen nackte Haut. Rocker, was wollt ihr mehr?

Kritik

Eine rhetorische Frage, denn der Film lässt einiges zu wünschen übrig. Hier wäre viel mehr möglich gewesen, statt immer nur harte Typen und meist wenig bekleidete Statistinnen. Ein paar Überraschungen gibt es schon und so ist der Film nicht total schlecht, aber kurz davor.

Das Bonusmaterial besteht aus dem Trailer und Filmtipps.

One Percent – Streets of Anarchy (O: Outlaws – 1%): Aus 2017; Regie: Stephen McCallum; Darsteller: Ryan Corr, Abbey Lee, Matt Nable; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 93 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Koch Films. Veröffentlichung Verkauf: 23. Mai 2019.

Bewertung: 7,1/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 2/4

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