Pfad des Kriegers

8. November 2018
By Holger Nickel

Historiendrama

In „Pfad des Kriegers“ setzt Regisseur Roel Reiné („Hard Target 2“, „Black Sails“) die erstaunliche Geschichte des friesischen Freiheitskämpfers Radbod meisterhaft in Szene! Ein Friesenheldenepos, wenn man so möchte. Das bildgewaltige Action-Epos entstand an Original-Schauplätzen in Belgien, Deutschland, Dänemark und Holland, für die furiosen Schlachtszenen wurden Hunderte von Statisten rekrutiert. Mit Soren Malling („Kommissar Wallander“), Gijs Naber („Die Heineken Entführung“) und „Breaking Bad“-Star Jonathan Banks. Ein richtig guter Film, der allerdings völlig falsch promotet wird. Wer das Cover sieht und den Titel liest, denkt an ein russisches Actionwerk mit historischem Hintergrund. Doch der niederländische Film ist Historie pur, ein gutes Werk über die Friesen und Franken, über das Christentum und andere Glaubensrichtungen. Und die Heldengeschichte von Radbod.

Inhalt

Europa, 8. Jahrhundert: Das großfriesische Reich wird von der fränkischen Armee angegriffen, die strategisch wichtige Handelssiedlung Dorestad wird blutig eingenommen, das Oberhaupt der Friesen stirbt dabei. Der friesische Krieger und Königssohn Radbod (Gijs Naber), der die Stadt verteidigte, wird auf einem Floß gefesselt und seinem Schicksal auf hoher See überlassen. Allerdings überlebt Radbod den sicher geglaubten Tod und strandet an der Küste Dänemarks, wo er von einem Wikinger-Clan aufgenommen wird. Nach vielen Jahren, in denen er das Vertrauen seiner neuen Waffengefährten gewinnen kann, kehrt er in seine Heimat zurück mit einem verwegenen Plan: Gemeinsam mit einer schlagkräftigen Wikinger-Truppe will der Freiheitskämpfer die Friesen einigen und eine alles entscheidende Schlacht gegen die fränkischen Besatzer anzetteln. Nur hat er inzwischen mit Freja (Loes Haverkort) eine Frau und mit ihr einen Sohn und damit eine Verantwortung. Doch im weiteren Verlauf geht es um seine Schwester, und die kann er nicht in den Armen der grausamen Christen lassen.

Kritik

Ein beeindruckendes Werk. Chapeau. Der Film hat die Erwartungen mehr als nur übertroffen. Das ist hier richtig gutes Fernsehen. Zu viele Actionszenen, aber im Mittelpunkt steht der historische Anspruch. Ein sehr langer Film, doch das Zuschauen lohnt sich. Auch im Original. Ein Film, der perfekter kam sein könnte. Ein Fest für Action- und Historien-Filmfreunde.

Das Bonusmaterial besteht aus dem Making of sowie dem Trailer und Filmtipps.

Pfad des Kriegers (O: Redbad): NL 2018; Regie: Roel Reiné; Darsteller: Jonathan Banks, Lisa Smit, Sören Malling, Gijs Naber, Derek de Lint; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 160 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Niederländisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,39:1 (16:9 anamorph Widescreen); Vertrieb: ©Splendid Film. Veröffentlichung Verkauf: 28. September 2018.

Bewertung: 8/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4

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