Platz 1 ist das Ziel für 96!

21. November 2012
By Holger Nickel

Am Donnerstagabend geht es für Hannover 96 um weniger als für Twente Enschede. Die Roten sind schon nach dem vierten Spieltag für die Runde der besten 32 qualifiziert, während das niederländische Spitzenteam nur noch theoretische Chancen auf ein Weiterkommen hat. Doch das Prestige sollte beiden Anreiz genug bieten, zumal der finanzielle Aspekt auch nicht vergessen werden darf. Allerdings müssen die 96er weniger als zwei Tage später in München in der Bundesliga antreten. Körperlich nicht einfach, da wäre eine dezente Rotation sinnvoll. Ab 19 Uhr liegt die Konzentration am Donnerstag vor ca. 35.000 Zuschauern allein bei der Aufrechterhaltung der starken Heimbilanz, ein Sieg wird gewünscht.

Das Dreigespann, Jan Schlaudraff, Pressesprecher Alex Jacob und Mirko Slomka

Die Ausgangsituation sieht folgendermaßen aus. Hannover 96 ist für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Sollte man Gruppensieger werden, ginge es gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner, einen Gruppenzweiten wahrscheinlich. Im Rückspiel wäre das Heimrecht garantiert. Dafür ist dieses Spiel gegen Twente Enschede aber nicht unbedingt relevant. Ein Sieg von Levante in Helsingborg, die seit zwei Wochen spielfrei sind, da deren Saison schon beendet ist, vorausgesetzt, bräuchte 96 am letzten Spieltag bei den Spaniern aus Valencia ein Unentschieden, eine Niederlage könnte Platz Zwei bedeuten. Es sei denn, sie fällt torreich aus, mit nur einem Gegentor Unterschied. Nur für Twente Enschede hat dieses Spiel sportlich gesehen also einen wichtigen Charakter, falls Levante nicht in Helsingborg dreifach punktet.

Jan Schlaudraff gut gelaunt

Den Roten können solche Rechenspielchen zunächst egal sein. Mame Diouf wird nicht auflaufen können, Lars Stindl ist gesperrt. Da bietet sich die Chance für eine Rückkehr von Adrian Nikci, der am vergangenen Wochenende bei der Reserve ein gutes Spiel und ein Tor gemacht hat.

Hannover 96 stehen drei englische Wochen bevor, jetzt gleich richtig hart, mit zwei Spielen binnen drei Tagen. Einen der deutschen Europa League Teilnehmer musste es treffen, leider 96. Doch bei den Bayern kann trotzdem einiges gehen, eine Entschuldigung warum letztlich nicht, hätte man schon jetzt. Die Runde der letzten 32 wird am 20. Dezember ausgelost, 96 darf gespannt darauf warten, wer der nächste Gegner werden wird. Jan Schlaudraff konnte eloquent in der Pressekonferenz überzeugen, Schlaufi wird das schon machen. Er ist zufrieden in der Europa League zu überwintern, will in der Liga wieder den Anschluss nach oben schaffen und im Pokal die kleine Chance nutzen, ebenfalls im kommenden Frühjahr noch mal antreten zu können, da gibt ihm Trainer Mirko Slomka gerne Recht.

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