Polaroid

21. Mai 2019
By Holger Nickel

(Jugend-) Horror

Diesmal ist es kein Oujia-Brett, kein Spiegel, keine böse Puppe. Es ist die gute Polaroid-Kamera, die zum Objekt des Bösen wird, zum Mittler für einen Geist, der Jugendliche morden will. Wer abgelichtet wird hat ein Problem. In „Polaroid“ geht es um eine Gruppe von Jugendlichen, die nichtsahnend bald ein heftiges Problem an der Backe haben und die in der Folge dezimiert werden. Ein Geist, der mit einer Polaroid-Kamera aus den 1970er Jahren verbunden, tötet seine Opfer. Doch was steckt dahinter, warum macht er das und noch wichtiger, wie kann er aufgehalten werden? Eine gelungene Horrorfilm-Legende. Junge talentierte DarstellerInnen machen das Beste aus der Story, die nicht immer super logisch ist, dafür aber umso menschlicher und spannend. Was würdest du tun, wenn du weißt, das ein Geist dir nach dem Leben trachtet, nur weil du auf einem Foto verewigt worden bist?

Inhalt

Bird Fitcher (Kathryn Prescott) arbeitet neben der Highschool in einem Antiquitätenladen. Als sie von einem Kollegen und Schulfreund eine alte Sofortbildkamera geschenkt bekommt, ist die Freude groß, denn es handelt sich um ein echtes Sammlerstück. Eine Polaroid Kamera, ein Relikt aus alten Zeiten, die tolle Fotos produziert. Doch schnell muss Bird erkennen, dass ihre Schnappschüsse tödliche Folgen haben, denn wer von ihr abgelichtet wird, findet schon bald ein grauenvolles Ende. Nachdem sie auf einer Party mehrere Mitschüler fotografiert hat, beginnt für alle ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Geheimnis der Kamera zu lüften und dem Tod zu entkommen. Was ist der Auslöser für die Morde, warum ist diese Kamera verflucht und was hat es mit selbigem auf sich? Die jungen Freunde müssen sich beeilen, denn das Wesen, das mit der Kamera zusammenhängt, will die Menschen Tod sehen, möglichst schnell, möglichst grausam. Und dennoch glaubt die Polizei zunächst an Selbstmorde. Es bleibt den jungen Menschen nichts anderes übrig als selbst zu recherchieren und das Böse aufzuhalten, bevor es sie tötet.

Kritik

Die Idee ist nicht neu, aber durchaus charmant umgesetzt. Eine Ode an die gute alte Polaroid Kamera, die in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebte. Weg vom digitalen, hin zu unvergesslichen Schnappschüssen, bei denen sich das Bild in deinen Händen entwickelt. Nur blöd, wenn ein fieser Schatten darauf dir nach dem Leben trachtet.

Im Bonusmaterial befinden sich der Trailer und Filmtipps.

Polaroid: USA / Kanada / Nor 2017; Regie: Lars Klevberg; Darsteller: Kathryn Prescott, Madelaine Petsch, Katie Stevens, Tyler Young, Keenan Tracey; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 88 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Capelight Pictures / Alive. Veröffentlichung Verkauf: 17. Mai 2019.

Bewertung: 7,6/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4

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