Riley Sager – Final Girls

11. Juni 2018
By Holger Nickel

Thriller

Allein schon das Cover, das Buch selbst ist ein Hingucker. Denn Riley Sagers „Final Girls“ hat an den Ränden geschwärzte Seiten, wirkt von weitem wie eine coole VHS-Videokassette (für alle die, die noch wissen, was das ist). Der Thriller ist eins der Highlights in diesem Jahr. Es geht um Massaker und die einzigen Überlebenden. Drei Frauen haben es in unterschiedlichen Situationen geschafft nicht zu sterben, sondern den Mördern zu entkommen. Das schweißt irgendwie zusammen, meint zumindest die Presse, die die drei „Final Girls“ tituliert. Direkten persönlichen Kontakt gab es nie, doch jetzt plötzlich stirbt eine von ihnen, Quincy, die Protagonistin hatte kurz zuvor noch E-Mail Kontakt zu ihr. Kurz darauf steht Samantha Boyd vor Quincy und der Pressewahn geht von vorne los. Aber noch mehr. Denn in diesem Thriller ist nichts so, wie man es zunächst glauben möchte. Gerade die Wechsel und Fährten, die gelegt werden, machen die Spannung aus.

Inhalt

Als Einzige hat die Studentin Quincy ein Massaker auf einer Party in Wald überlebt. Sie hat jede Erinnerung an damals aus ihrem Gedächtnis gelöscht und sich mühsam ein normales Leben aufgebaut. An die Morde kann sie sich tatsächlich nicht erinnern, will es aber auch nicht. Sie möchte mit ihrem Freund Jeff und ihren Back-Blog einfach nur glücklich sein. Zwei andere Frauen, Lisa und Samantha, haben ähnlich Grauenvolles durchgemacht – ein Fest für die Medien, in denen die drei als Final Girls bekannt werden. Doch der Horror ist noch lange nicht zu Ende: Lisa wird tot aufgefunden. Ermordet? Der Schlüssel zu allem scheint in dem Massaker in Pine Cottage zu liegen, das nur Quincy überlebte. Angestachelt von Samantha, versucht sie verzweifelt sich zu erinnern, was dort geschah. Mit Samantha freundet sich Quincy zunächst an, doch irgendetwas stimmt mit der jungen Frau nicht, die Quincy zu Dingen drängt, die die eigentlich nicht machen möchte. Nun forscht auch Quincy nach, sucht sich Hilfe bei ihrem Polizistenfreund Coop, der sie damals rettete. Langsam erfahren die Leser was damals geschehen ist und wie sich alles zusammenfügen wird.

Kritik

„Ein sensationelles Buch“, erklärte die Schriftstellerin Karin Slaughter und hat damit vollkommen recht. Drei Massaker, weitere Morde, die zumindest erwähnt werden und eine junge Frau, die zum zweiten Mal ein Chaos erleben muss, zum zweiten Mal unter Todesangst leidet. Oder ist alles ganz anders als gedacht? Der Thriller ist in 22 Länder verkauft worden, Universal Pictures plant eine Verfilmung.

Riley Sager ist ein Pseudonym. Der Autor, in Pennsylvania geboren, ist Schriftsteller, Zeitungsredakteur und Grafikdesigner und lebt in Princeton, New Jersey. Dies ist sein erster Thriller. Der Roman „Final Girls“ ist von Christine Blum aus dem Amerikanischen übersetzt worden, hat 415 Seiten und ist am 31. Mai im DTV erschienen.

Bewertung: 8,5/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 3/4

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