Robert Galbraith – Weisser Tod

2. Januar 2019
By Holger Nickel

Krimi

Mit dem Roman „Der Ruf des Kuckucks“ ist der Name Robert Galbraith bekannt geworden. Es ist das Pseudonym von J.K. Rowling, der Harry-Potter-Autorin. Anschließend hat sie in der Reihe über den Kriegsinvaliden Cormoran Strike einen zweiten und dritten Krimi veröffentlicht: „Der Seidenspinner“ und „Die Ernte des Bösen“. Jetzt folgt mit „Weisser Tod“ der vierte Teil der Reihe. Es wird persönlich, dass Privatleben von Cormoran Strike und Robin Ellacott spielt  eine große Rolle, vor allem zu Beginn. Im dem 862 Seiten starken Buch geht es um eine Familiengeschichte in der Oberschicht. Britische Minister, Pferde, Familientragödien, Gemälde und erst ab etwa Mitte des Romans einen Toten, vielleicht Mord? Während Strike und Robin mit ihren Beziehungen kämpfen, forschen sie nach, ermitteln in unterschiedlichen Rollen. Ein komplizierter Fall, den es zu lösen gilt.

Inhalt

Es ist Vorsicht geboten. Nachdem Robin im letzten Fall verletzt worden ist und noch mit den Nachwirkungen zu ringen hat, steht ihr Privatleben in Flammen. Die Hochzeit mit ihrem Jugendfreund steht an, während sie noch über Strike nachdenkt, der ihr gekündigt hat. Wird er bei der Hochzeit aufkreuzen und sie zurückholen in die Detektei? Finanziell stehen sie schlecht da, obwohl die Publicity gerade Strike guttut. Neue Fälle, neue Kollegen und bald ein britischer Minister, der Strike anheuert und ihn in eine komplexe Erpressungs- und Familiengeschichte zieht. Robin darf verdeckt ermitteln, wird eingeschleust, soll den Ehemann einer anderen Ministerin überprüfen, alles während der olympischen Spiele in London im Jahr 2012. Quer durch alle Schichten sin Menschen involviert, vor allem aber die Familie Chiswell. Hinzu kommt noch Billy, ein psychisch gestörter Mensch, der Strike vor dem Auftrag aufsuchte und von einem Mord in seiner Kindheit berichtete. Fall und Privatleben der Ermittler lösen sich wechselnd ab, es werden düstere Wahrheiten offenbart und bald schon wird es perfide, gerade bei der Auflösung. Nach dem Fall wird nicht so sein wie zuvor und doch bleibt vieles gleich…

Kritik

Man kann den Roman sehr gut lesen, ohne die ersten drei Teile zu kennen, es würde aber extrem helfen. „Weisser Tod“ ist ein sehr abwechslungsreiches und facettenreiches Buch. Der Fall steht lange im Hintergrund, das Privatleben der beiden Ermittler und ihre Beziehung zueinander sind lange bedeutend. Der Fall wird erst spät wichtig und hart. Die Autorin lässt uns miträtseln, stellt Fragen und deutet uns den Weg an. Eine sehr gute Fortsetzung der bisherigen Romane.

Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans „Ein plötzlicher Todesfall“. Geboren ist Joanne Kathleen Rowling 1965. Sie ist eine der reichsten Britinnen, die neben der Kinder- und Jugendreihe „Harry Potter“ nun auch im Erwachsenensegment Erfolge feiert. „Weisser Tod“ ist der vierte Band der hochgelobten Krimiserie um den Ermittler Cormoran Strike. Band eins, „Der Ruf des Kuckucks“, erschien 2013, „Der Seidenspinner“ ein Jahr später, im vergangenen Jahr „Die Ernte des Bösen“. „Weisser Tod“ heißt im Original „Lethal White“ wurde von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz übersetzt, hat 862 Seiten und ist im Blanvalet Verlag am 27. Dezember erschienen.

Bewertung: 8,4/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4

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