Shut In

17. April 2017
By Holger Nickel

Psychothriller

Ein altes Haus, eine zurückgezogene Witwe mit Albträumen und das Verschwinden eines kleinen Jungen bieten die optimalen Voraussetzungen für diesen Horror-Thriller im Stile von „The Boy“ oder „The Visit“. Regisseur Farren Blackburn konnte sich bereits mit TV-Serien wie „Luther“ und „Marvel’s Daredevil“ einen Namen machen und kreiert mit „Shut In“ einen intensiven und nervenaufreibenden Psychothriller, der das Blut in den Adern gefrieren lässt. In der Rolle der heimgesuchten Witwe brilliert die zweifach Oscar-nominierte Naomi Watts („King Kong“, „Ring“). In weiteren Rollen überzeugen Jacob Tremblay, der im Drama „Raum“ auf sich aufmerksam gemacht hat, und Charlie Heaton, bekannt aus dem Serienhit „Stranger Things“. Für die gelungenen Aufnahmen zeichnet Kamerafrau Yves Bélanger („Dallas Buyers Club“) verantwortlich, die die düstere Stimmung des Films gelungen einfangen konnte.

Inhalt

Die Kinderpsychologin Mary (Naomi Watts) kümmert sich in ihrem abgelegenen Haus aufopferungsvoll um ihren pflegebedürftigen Adoptiv-Sohn (Charlie Heaton), der seit einem Autounfall komplett gelähmt ist. Ihr Ehemann ist bei diesem Unfall gestorben, und die Witwe hat seitdem ihren Kontakt zur Außenwelt bis aufs Nötigste beschränkt. Die Ursache des Unfalls wirkt für sie noch immer nach, der zu Beginn gezeigt wird. Trotz allem nimmt sie einen neuen Patienten an, den Waisenjungen Tom (Jacob Trembley), und bietet ihm sogar an, für eine gewisse Zeit bei ihr einzuziehen. Aus dem Kontakt zu diesem Jungen schöpft sie neuen Lebensmut, doch noch am ersten Abend verschwindet Tom in einem gefährlichen Schneesturm und gilt seitdem als vermisst. Plötzlich geschehen beängstigende Dinge in Marys Haus und sie beginnt zu zweifeln: Ist Tom wirklich tot? Kann ihr ihr Psychiater (Oliver Platt) helfen, der sich regelmäßig mit ihr übers Internet per Video unterhält? Mary scheint an ihre Grenzen zu stoßen und möchte ihren Sohn in ein betreutes Wohnen abgeben. Doch bis es soweit kommen kann, wüten nicht nur ein Schneesturm sondern noch andere Faktoren und bald ist das Leben der Protagonistin in Gefahr.

Kritik

Es hätte so viel mehr werden können, doch die Story ist nicht ernsthaft nachvollziehbar, so viel würde ich der modernden Medizin zutrauen. Was sich entwickelt ist spannend, gefährlich und tödlich, entbehrt aber einer gewissen Logik. Naomi Watts biete fast schon eine One-Woman-Show, hat aber bald Gegner, die zwar unglaubwürdig, aber gefährlich sind. Was würde eine Adoptivmutter tun, wenn sie vor die Wahl gestellt ist…

Die Extras bestehen aus Interviews mit Cast & Crew sowie dem Trailer und Filmtipps.

Shut In: F 2016; Regie: Farren Blackburn; Darsteller: Naomi Watts, Oliver Platt, Jacob Tremblay, Charlie Heaton, David Cubitt, Ellen David; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 88 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph Widescreen); Vertrieb: ©Universum Film. Veröffentlichung Verkauf: 21. April 2017.

Bewertung: 7,5/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4

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