Starke neue DVDs: The Descendants / The Ides of March
Wer’s glaubt wird selig
Komödie
„Salvation Boulevard“ ist der geläufigere Titel der schwarzen Komödie über Glauben, Inspiration und Treue. Der Heiland gegen den kleinen Sünder, der nichts gemacht hat, aber für die größere Sache als Sündenbock herhalten muss. Ein bigotter Pastor (Pierce Brosnan) hat sich seine eigene Welt erschaffen in der die Kirche alles zählt und expandiert in jedem geistlichen und weltlichen Sinne. Gegen die Ungläubigen, die Sünder, die lieber dem Alkohol, den Drogen oder anderen satanischen Genüssen verfallen, wie Musik. Ein wenig Sozialkritik, ein Anlass um über die Kirche und den Glauben nachzudenken, vor allem aber ein Grund viel zu lachen.
Inhalt
Pastor Daniel Day (Pierce Brosnan) hat seinen Glauben in großem Rahmen aufgezogen. Er ist der Star, der Gott in der Welt der Sterblichen vertritt. In einer Kleinstadt hat der charismatische Diener Gottes die Menschen in den Bann gezogen, seine positive charmante Art kommt an. Seine Jünger liegen ihm zu Füssen. In einem TV-Rededuell mit einem Dr. Paul Blaylock (Ed Harris) sinnieren die Beiden über die Existenz von Gott. Dan stellt ein verlorenes Schaf samt Familie vor. Gwen (Jennifer Connelly) hat zusammen mit Dan Carl (Greg Kinnear) zum Glauben geführt, ihn konvertieren lassen. Früher hat der dem Alkohol, Rockmusik und Drogen gefrönt, heute ist er geläutertes Mitglied der Gemeinde, die bald expandieren möchte. Ein großes Bauprojekt steht an. Nach der Podiumsdiskussion werden Dan und Carl von Dr. Blaylock eingeladen. Der Universitätsprofessor will mit Dan ein Buch schreiben, in dem sie ihre unterschiedlichen Haltungen zu Gott gegenüberstellen. In einer spontanen Aktion erschießt Dan Blaylock. Wie vertuscht man einen Mord, der nicht geplant war? Carl wird zur Hauptfigur in einem vergnüglichen Versuch den Mord, der letztlich vielleicht keiner war, vergessen zu machen. Der Zeuge muss weg.
Kritik
Leicht abgedreht mit hervorragendem Cast. Wann sieht man schon mal Pierce Brosnan, Jennifer Connelly, Gred Kinnear und Marisa Tomei zusammen in einem
target=”_blank”>Film? Die Geschichte ist eine Persiflage auf all die christlichen Moderatoren, die so gerne im Fernsehen auftreten und ihren Glauben vermitteln wollen. Ob es dabei doch auch um persönlichen Wohlstand geht, oder nur um die Schafsherde? Brosnan verkörpert diese Rolle außergewöhnlich gut. Sind wir nicht alle ein wenig Deadhead bis wir uns weiterentwickeln (wollen oder auch nicht).
Im sehr ausführlichen Bonusmaterial finden sich unveröffentlichte Szenen, ein Making of, sowie drei Featurettes und Filmtipps.
Wer’s glaubt wird selig (O: Salvation Boulevard): USA 2011; Regisseur: George Ratliff; Darsteller: Pierce Brosnan, Jennifer Connelly, Gred Kinnear, Marisa Tomei, Ed Harris; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 92 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Entertainment One / WVG Medien. Veröffentlichung Verkauf: 25. Mai 2012.
Bewertung: 8/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 3/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 2/4
The Ides of March
Politthriller
Kein Einstieg in den Film mit einer Szenenbeschreibung. Keine Lobeshymne auf Ryan Gosling oder George Clooney. Das braucht weder der Film, noch die Akteure. „The Ides of March – Tage des Verrats“ ist ein Politthriller und ein gut gemachter. Allein dafür verdient er acht von zehn Punkten. Wäre es ein herausragender Thriller geworden, hätte er die volle Punktzahl erhalten. Aber leider bleibt er in vielen Punkten gewöhnlich. Wer keine inhaltlichen Details wissen möchte, sollte die Kritik nicht lesen – Spoilerwarnung. Die Starbesetzung des Films ist außerordentlich, so ziemlich jeder hätte wohl gerne mitgespielt. Ein Heimvideo-Highlight des Jahres.
Inhalt
Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA, genauer der Vorwahlkampf bei den Demokraten. Es sind noch zwei Kandidaten im Rennen um die Kandidatur für die Präsidentschaft, beide versuchen in jedem einzelnen Bundesstaat ihre Wähler für sich zu gewinnen. Beide haben ein starkes Wahlkampfteam. Gouverneur Mike Morris (George Clooney) setzt auf die Dienste des Veteranen Paul Zara (Philip Seymour Hofmann) und den jungen aufstrebenden Strategen Stephen Meyers (Ryan Gosling). Um sie herum gibt es noch zahlreiche Praktikanten, den Thinktank. Stephen ist Idealist, er glaubt an das, was er macht. Er bewundert den Gouverneur, glaubt fest an seine Ideologie und deren Nutzen für die Vereinigten Staaten von Amerika. Doch der Wahlkampf ist nicht immer ein sauberes Geschäft, das zu realisieren dauert manchmal. In der Politik geht es um Macht, um sie zu erreichen, müssen Grenzen überschritten werden. Ein Treffen mit dem Spin Doctor der anderen Seite, Tom Duffy (Paul Giamatti), wird Stephen zum Verhängnis. Zudem hat er aktuell noch ein anderes Problem, er hat sich auf eine Praktikantin (Evan Rachel Wood) eingelassen, beginnt mit ihr eine Affäre. Von ihr erfährt Stephen etwas, dass seine Karriere, die kurz vor dem Ende steht wieder beflügeln könnte. Die Wandlung eines Idealisten zum gewieften Strategen. Die Politik ist nichts für Saubermänner, Kompromisse müssen immer eingegangen werden.
Kritik
„
target=”_blank”>The Ides of March“ – Julius Cesar lässt grüßen. Allein der Titel und die Anfangssequenz deuten auf die zynische Sichtweise des Films auf die Bewertung des Politikapparates hin. Redlich schafft es niemand bis ganz an die Spitze, in Wahlkämpfen, die Hunderte von Millionen Dollar kosten, mit Fachleuten, die ihre eigenen Ziele verfolgen, mit Politikern, die den Duft der Macht lieben. Geroge Clooney hält sich in diesem Film vornehm zurück, er überlässt Ryan Gosling die Bühne und tut gut daran. Denn Gosling brilliert darstellerisch, wenn auch inhaltlich nicht hundertprozentig überzeugend. Die Entzauberung des Politzirkus wirkt zu simpel. Die Frauen sind der Männer Untergang. Einzig überraschend ist die religiöse Debatte, die in den USA sicherlich kontrovers diskutiert werden wird. Zudem werden sich einige ein anderes Ende wünschen. Das absolut positive an diesem Film ist, dass es unendlich viele Aspekte gibt, über die sich zu debattieren lohnen würde. Bitte mehr Politthriller, vielleicht noch bessere als diesen…
Die Extras bestehen aus einem Making of, der B-Roll, Featurettes, dem Screening beim Toronto Film Festival sowie dem Trailer und weiteren Filmvorschauen.
The Ides of March: USA 2011; Regisseur: George Clooney; Darsteller: Ryan Gosling, George Clooney, Evan Rachel Wood, Philip Seymour Hoffman, Marisa Tomei, Paul Giamatti; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 96 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Tobis Home Entertainment / Universal Pictures Germany. Veröffentlichung Verkauf: 24. Mai 2012.
Bewertung: 8/10 Punkten
Spannung: 3/4 – Action: 1/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 3/4
The Descendants
Drama / Tragikomödie
Leider gab es nur einen Oscar für „The Descendants“. George Clooney hat den Golden Globe als bester Hauptdarsteller gewonnen. Verdient hat er ihn für seine Leistung. Unglaublich, wie es der Regisseur Alexander Payne geschafft hat, eine so traurige Geschichte so positiv zu gestalten. Verdient hätte einen Preis für die schauspielerische Darbietung vor allem aber die Shailene Woodley, die die ältere Tochter spielt, mit einer perfekten Rolle, die den Spagat zwischen jugendlicher Leichtigkeit und Stärke in den entscheidenden Momenten. Ein absolut sehenswerter Film, den jeder einmal gesehen haben sollte.
Inhalt
Der hawaiianische Geschäftsmann Matt King (George Clooney) hat jede Menge Arbeit. Einerseits als Anwalt, andererseits als Großgrundbesitzer zusammen mit seinen Verwandten. Es steht bald der Verkauf einer riesigen Fläche an, die Hunderte von Millionen Dollar bringen könnte, ein weiteres Ferienparadies soll auf Hawaii entstehen. Doch für den Verkauf hat er momentan kaum Zeit geschweige denn Konzentration. Seine Frau liegt seit einem Bootsunfall im Koma. Matt sitzt am Krankenhausbett und betet sie möge wieder gesund werden. Zudem muss er sich um seine jüngste Tochter Scottie (10 Jahre) kümmern. Eine Vaterrolle ausfüllen, die er früher ungern einnahm. Als es seiner Frau schlechter geht und ihr Sterben unausweichlich scheint, holt Matt seine 17-jährige Tochter Alexandra (Shailene Woodley) aus dem Internat. Das aufsässige Mädchen hatte jüngst einen heftigen Streit mit ihrer Mutter. Doch jetzt in dieser schweren Zeit steht die Familie zusammen. Alle Freunde müssen erfahren, dass Matts Frau stirbt, dürfen sich verabschieden. Die Situation wird nicht einfacher als Alexandra ihrem Vater von der Affäre seiner Frau berichtet. Der Liebhaber soll aufgesucht werden. Auch Matt möchte reinen Tisch machen, sich von seiner geliebten Frau, mit der die Ehe nicht immer einfach war verabschieden, das gleiche soll ebenso dem Liebhaber (Matthew Lilard) gewährt werden.
Kritik
Die Leichtigkeit Hawaiis, das Leben in Shorts, den berühmten Hemden, Barfuss und Frauen in Bikinis. Surfer und Motorbootfahrer, für das alles steht Hawaii mit seinen Inseln. Ein Archipel mit lauter braungebrannten Menschen. Doch die Idylle täuscht. Hier gibt es ebenso das richtige Leben, wie überall anders auch. Das Familiendrama zeigt die Schwierigkeiten im Zusammenleben auf. „Man entfernt sich immer weiter“. Es ist beeindruckend, wie Matt und Alexandra mit der Situation der sterbenden Ehefrau und Mutter umgehen. Die Gefühlsausbrüche von Matt im Krankenhaus, als er einen Moment lang sich ausspricht. Alexandra wie sie sich um ihre Schwester und ihren Vater kümmert. Mit dabei ein Freund, der vor kurzem seinen Vater verloren hat und mitfühlen kann, eigentlich aber ein ziemlich Idiot ist.
Das
target=”_blank”>Drama wurde wunderbar leicht verpackt. Eine starke Leistung, einerseits fortwährend die sterbende Frau in Erinnerung zu haben, andererseits aber alles tragikomisch zu verpacken. Manchmal. Shailene Woodley ist eine echte Entdeckung! Bislang konnte man sie in „O.C. California“ und „The Secret Life of the American Teenager“ bewundern. Nett ist auch das Hula Mädchen im Auto – der Wackel Dackel als Figur. Die typische Hawaiimusik wurde eventuell ein wenig zu häufig eingesetzt. Die DVD der Woche, wenn nicht sogar des Monats oder Jahres.
Im Bonusmaterial finden sich ein Setbesuch mit George Clooney, das Casting sowie ein Featurette mit dem Regisseur Alexander Payne.
The Descendants – Familie und andereAngelegenheiten: USA 2011; Regisseur: Alexander Payne; Darsteller: George Clooney, Shailene Woodley, Judy Greer, Matthew Lillard, Beau Bridges, Robert Forster; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 110 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©20th Century Fox Home Entertainment. Veröffentlichung Verkauf: 25. Mai 2012.
Bewertung: 9/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4
Verblendung
Thriller
Stieg Larssons Roman Trilogie hat Millionen Menschen fasziniert und schockiert. Sein Werk, das nach seinem Tode erst veröffentlicht worden ist, hat riesige Erfolge gefeiert in der schwedischen Verfilmung. Diese ist in unterschiedlichen Versionen vorhanden. Der längeren TV-Fassung und im Kinoschnitt. „Verblendung“, Verdammnis“ und „Vergebung“ waren sowohl im Kino als auch im ZDF erfolgreich. Die Romane haben sich 15 Millionen Mal verkauft. Jetzt kommt die Hollywood Adaption als Heimvideo heraus. Wer das Original nicht kennt, erhält hiermit eine unbedingte Empfehlung, wohl wissend, das noch zwei weitere Filme gedreht werden müssen.
Inhalt
Auf das Wesentliche konzentriert: Mikael Blomkvist (Daniel Craig) ist ein aufrechter Journalist, der gerade vor Gericht eine Klage gegen einen Geschäftsmann verloren hat. Seine Quelle war unsauber recherchiert. Beruflich am Boden bietet ihm der alte Unternehmer Henrik Vanger (Christopher Plummer) an, seine Memoarien zu schreiben. Das ist allerdings nicht alles, was er machen soll; in erster Linie soll er herausfinden, wer vor fast 50 Jahren seine Nichte Harriet ermordet hat. Seitdem erhält er zum Geburtstag eine Blume in einem Bilderrahmen. Es muss jemand aus der Familie sein. Doch der Täter und die Leiche konnten nie gefunden werden. Blomkvist nimmt an, unter anderem aus dem Grund, dass ihm Vanger verspricht, Unterlagen gegen seinen letzten Kontrahenten zu haben, die ihn schaden würden. Er stößt auf eine junge Frau, Lisbeth Sander (Rooney Mara), die als eine Art Privatdetektivin schon gegen ihn ermittelt hat. Sie hilft ihm bei künftigen Untersuchungen, hat privat Probleme, muss sich ihr Erspartes als Mündel erst genehmigen lassen. Gemeinsam kommen sie einem Verbrechen auf die Spur, das größere Ausmaße annimmt als geahnt. Martin Vanger (Stellan Skarsgard) unterstützt Blomkvist bei seiner Recherche.
Kritik
Natürlich ist es nie einfach das Original zu verbessern. Möglicherweise ist dies auch David Fincher, dem Regisseur, nicht gelungen. Es wird hier aber keinen Direktvergleich geben. Wer noch keinen Film der Trilogie gesehen hat, dem sei „Verblendung“ sehr empfohlen. Der Film bietet alles, was man sich wünschen kann. Spannung, Intelligenz, Erotik, Intrigen, Niedertracht und eine perfekte Inszenierung. Rooney Mara spielt sensationell, es ist keine einfache Rolle, doch sie hat sie meisterlich bewältigt. Hoffentlich ist das für sie der Durchbruch zu einer erfolgreichen Hollywood Karriere. Für einen amerikanischen Film gibt es hier ungewöhnlich eindeutige und intensive Szenen.
Das Bonusmaterial besteht aus dem Audiokommentar des Regisseurs.
Verblendung (O: The Girl with the Dragon Tattoo): USA 2011; Regisseur: David Fincher; Darsteller: Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer, Robin Wright, Stellan Skarsgard, Joely Richardson; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 152 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Sony Pictures Home Entertainment. Veröffentlichung Verkauf: 24. Mai 2012.
Bewertung: 9/10 Punkten
Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 3/4 – Anspruch: 3/4
Bedways
Erotik
Erotisches Kopfkino – so könnte man den Film umschreiben. Einer der erotischsten Film Deutschlands in den letzen fünf Jahren. Kunstkino, das mit seinen Bildern Anstoß erregt hat. Kein Fest für Voyeure, sondern tiefgründige und gleichwohl ästhetisch anspruchsvolle Erzählung über einen intensiven Dreh mit Niveau. Gleichzeitig in der heutigen Zeit, in der Nacktheit meist als billige Provokation und Promotion genutzt wird, ein erfreuliches Werk. Es darf sie noch geben die Erotik am Bildschirm, abseits von Sexy Sport Clips und halbnackten Frauen in einer der größten Zeitungen Deutschlands. Contra la Prüderie, es lebe die Kunst.
Inhalt
In einem verfallenen Apartment in Berlin-Mitte machen es sich drei junge Menschen gemütlich. Sie wollen einen Film drehen. Nina ist die Produzentin, die beiden anderen sollen ohne feststehendes Skript selbst eine Handlung aus ihren Unterhaltungen heraus spontan entstehen lassen. Was zunächst wie ein Spiel beginnt, entwickelt sich zu einer Stimmung aus Unsicherheit, Verführung, Lust und Sex. Die Grenzen zwischen Dreh und Realität verwischen. Intensiv versuchen die Akteure das Beste zu verwirklichen, sie stehen hinter ihrem Projekt, doch die emotionale Ebene lässt sich nicht verleugnen.
Kritik
Erotisch ist das
target=”_blank”>Drama! Ein interessantes Experiment, durchaus gelungen. Die Dialoge wirken manchmal etwas hölzern, dafür ist die nonverbale Kommunikation authentisch. Bildtechnisch ebenso spannend und intelligent. Wie könnte man Filme drehen? Für viele verbal vermutlich zu deutlich, dezent geht anders, aber gut! Die ungewöhnliche Ménage à trois zwischen zwei Frauen und einem Mann. Ein Berlin Film, der allerdings fast ausschließlich in der Wohnung stattfindet. Intimes, erotisches Kino mit Laura Tonke als Gaststar mit Kurzauftritt. Es ist traurig zu sehen, was es für Kritiken zu dem Film gibt, der sich seit seiner Erstveröffentlichung im Februar 2011 schon mehr als 80.000 Mal verkauft hat. Erotik und Philosophie scheinen eher misstrauisch gesehen zu werden, Kritik wird hier sehr schnell angebracht. Ein tolles Filmexperiment.
In den Extras sind ein Interview mit Regisseur und Hauptdarstellerin, ein Musikvideo, Trailer sowie auf der Bonus-DVD ein Intro von RP Kahl, der Kurzfilm Miriam, erweiterte erotische Szenen, eine Festivaldoku, die Arte Schnittfassung und zwei gute Performances, zusätzlich noch das Booklet.
Bedways: D 2010; Regisseur: RP Kahl; Darsteller: Miriam Mayet, Lana Cooper, Matthias Faust, Laura Tonke; FSK: ab 18 Jahren; Dauer: 76 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 1,33:1 (4:3 anamorph); Vertrieb: ©Koch Media. Veröffentlichung Verkauf: 25. Mai 2012.
Bewertung: 7/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 1/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 4/4 Â - Anspruch: 3/4


