Steffen Jacobsen – Hybris

10. September 2018
By Holger Nickel

Thriller

Ein actionreiches Abenteuer auf höchsten Ebenen wird vom Dänen Steffen Jacobsen wieder veröffentlicht. Der vierte Roman um die Ermittler Michael Sander und Lene Jensen hat es wahrlich in sich. Hier wird geklotzt, nicht gekleckert. Beide stehen wieder unter Hochdruck, beide geraten mehrfach in Lebensgefahr und ihr Eheleben wird auf eine harte Probe gestellt. Ein Roman über Genetik, Größenwahn, die Macht des Geldes und der Liebe zwischen Menschen. Ein Thriller, der stets auf der Überholspur anzutreffen ist. Sex, Gewalt, moderne Überwachung und Geschwisterliebe. Ein Roman, der von Kopenhagen in die Welt zieht, über Deutschland bis hin nach London. Am Ende ist der Roman völlig übertrieben, die Story absurd realistisch. Wir wollen mehr davon, sind bei den Ermittlern hautnah dabei, fühlen mit ihnen mit. Den Roman kann man problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, helfen würde es natürlich…

Inhalt

Eine junge Frau wird tot aufgefunden. Sie hat eine Schusswunde am Rücken, und ihre Kleider sind von Salzwasser durchtränkt. Kurz vor ihrem Tod hat sie sich ihren Namen und ihr Geburtsdatum in die Haut geritzt. Ein versteckter Hinweis auf den Täter? Kommissarin Lene Jensen übernimmt den Fall. Unterdessen wird Ermittler Michael Sander mit der Suche nach einer spurlos verschwundenen Geigerin betraut. Kurz zuvor hat er den Sohn eines Milliardärs in Indien tot aufgefunden. Eine Suche, die ihn viel Zeit und Anstrengung gekostet hat. Dummerweise lässt er sich kurz darauf auf einen One-Night-Stand ein, der sein Leben verändern wird. Die Wege von Jensen und Sander kreuzen sich, und sie kommen einem Verbrechen auf die Spur, das an Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Zwischendurch geht es aber um ihre Scheidung. Nur ein Mitarbeiter von Lene kann helfen. Der Fall wird immer verzwickter. Sowohl Lene als auch Michael scheinen demselben Täter auf der Spur, einem Superreichen, für den die normalen Regeln nicht zu gelten scheinen.

Kritik

Ein bisschen Dänemark, ein bisschen skandinavische Atmosphäre, die uns in den Bann zieht. Ein sehr guter Roman, der es mit der Action gerade gegen Ende aber völlig überzieht. Ist das tatsächlich notwendig? Auch die Story ist ein wenig zu viel, dafür aber sehr gut beschrieben. Action, ohne Punkt und Komma, mit Verstand…

Steffen Jacobsen, 1956 geboren, ist Chirurg und Autor. Seine Bücher sind unter anderem in den USA, England und Italien erschienen. Er ist verheiratet, hat fünf Kinder und lebt in Kopenhagen. Nach »Trophäe«, »Bestrafung« und »Lüge« ist »Hybris« der vierte Roman um Kommissarin Lene Jensen und Ermittler Michael Sander. „Hybris“ heißt im Original „Enhjorningen“ wurde von  Maike Dörries übersetzt, hat 384 Seiten und ist am 10. September im Heyne Verlag erschienen.

Bewertung: 8,4/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4

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