Stephen King: Katzenauge

11. September 2017
By Holger Nickel

Thriller / Horror

Für Stephen Kings „Katzenauge” hat sich Regisseur Lewis Teague („Cujo”) zwei der stärksten Stories aus Stephen Kings vielleicht bestem Kurzgeschichtenband „Nachtschicht” vorgeknöpft und sie mit absoluter Starbesetzung (Drew Barrymore (als Kind), James Woods) zu einer schwarzhumorig- modernen „Twilight Zone” wieder zusammengefügt. Ein echter Leckerbissen für King-Fans, den Koch Films erstmals auch auf Blu-ray zur Veröffentlichung bringt. Ein Episodenfilm als Horrorgeschichte, die eine Katze miterleben darf als roten Faden zwischen den Geschichten. Die Qualität der Filme ist höchst unterschiedlich, vor allem aber ist die Aneinanderreihung Geschmackssache. Neben „Katzenauge“ veröffentlicht Koch Media zudem noch „Der Werwolf von Tarker Mills“ zeitgleich. Interessant, aber kein Verlust es damals nicht gesehen zu haben. Heute allein schon aus nostalgischen Gründen sehenswert.

Inhalt

Bevor eine Katze der jungen Amanda (Drew Barrymore) in ihrem verzweifelten Kampf gegen einen bösartigen Kobold zur Seite stehen darf, wird sie Zeugin zweier unglaublicher Geschichten: In “Quitters Inc.” holt sich James Woods als leidenschaftlicher Raucher professionelle Hilfe beim Aufhören, hat aber nicht mit den resoluten Methoden der von ihm beauftragten Agentur gerechnet. Sollte er rückfällig werden, drohen seiner Frau und Tochter körperliche Züchtigungen, er wird permanent beobachtet. Das hält auf Dauer niemand aus. In “Der Mauervorsprung” büßt ein Tennislehrer seine Affäre mit der Frau eines Gangsterbosses auf besonders perfide Weise: Er muss einen Wolkenkratzer umrunden – auf der Außenseite und einem denkbar schmalen Mauervorsprung. Der gehörnte Ehemann ist ein denkbar schlechter Mensch und Verlierer. Sollte der Mann die Umrundung des Hauses schaffen, erwartet ihn das nächste Unheil. Während die Katze kurz vor dem Showdown davoneilt, hin zum nächsten Punkt, wird die Story hier noch heikler…

Kritik

Nicht jeder Stephen King ist ein Hit, das gilt sowohl für die Bücher, als auch für die Verfilmungen. Die Geschichten haben zu wenig miteinander zu tun, sind jede für sich aber sehenswert. Da sind alle drei subtil und intensiv. Lange ist es her, sowohl James Woods in jungen Jahren zu sehen, als auch Drew Barrymore als Kinderstar, vor ihrem Absturz. Verbesserter Ton und gutes Bild, so lässt sich der Film gut sehen.

Im Bonusmaterial befinden sich ein Audiokommentar, eine Bildergalerie sowie der Trailer und Filmtipps.

Stephen King: Katzenauge (O: Cat’s Eye): USA 1985; Regie: Lewis Teague; Darsteller: Drew Barrymore, James Woods, Alan King; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 94 Minuten; Sprachen: Deutsch PCM 2.0, Englisch PCM 2.0; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Koch Media. Veröffentlichung Verkauf: 14. September 2017.

Bewertung: 7,4/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 2/4

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