Stronger

8. Oktober 2018
By Holger Nickel

Biographie / Drama

Ein Mann wird zum Symbol der Hoffnung für eine verwundete Stadt: Jeff Bauman verliert bei dem Bombenattentat auf den Boston-Marathon von 2013 beide Beine und kämpft sich mühsam ins Leben zurück. Das Real-Life-Drama „Stronger“ (nach Baumans gleichnamigem Buch) schildert seinen Leidensweg und inspirierenden Durchhaltewillen. In der Hauptrolle zeigt Oscar- und Golden-Globe-Nominee Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“, „Donnie Darko“), der den Film auch produzierte, eine überzeugende Leistung. An seiner Seite brillieren Serienstar Tatiana Maslany („Orphan Black“) als Freundin Erin und Miranda Richardson („Churchill“, „The Crying Game“) als seine Mutter. David Gordon Green („Ananas Express“, Regie-Bär der Berlinale 2013 für Prince Avalanche) inszenierte das Drama und Sean Bobbitt („12 Years a Slave“, „The Place Beyond the Pines“) sorgte für die mitreißenden Bilder. Pathetisch, us-amerikanisch und trotzdem ergreifend gut.

Inhalt

Jeff Bauman (Jake Gyllenhaal) steht an der Ziellinie des Boston-Marathon von 2013, um seine Ex-Freundin Erin (Tatiana Maslany) anzufeuern – und hoffentlich zurückzugewinnen – nichtahnend, dass sich sein Leben im nächsten Moment für immer verändern wird. In der Nähe des 27-Jährigen explodiert ein Sprengsatz, der ihm beide Beine wegreißt. Bauman wird mit vielen anderen Schwerverletzten sofort ins Krankenhaus gebracht. Nachdem er das Bewusstsein wiedererlangt, kann er einen der Attentäter identifizieren und den Ermittlern entscheidende Hinweise liefern, um die Terroristen zu fassen. Jeffs eigener Kampf hingegen steht ganz am Anfang. Seine Art, mit dem niederschmetternden Schicksal umzugehen, lässt ihn zu einem Helden wider Willen werden und den Weg zurück ins Leben finden. Für die Öffentlichkeit soll er den Helden spielen, wird überall eingeladen und hofiert. Doch mit seinem Schicksal kommt er nicht klar. Hilflos, dem Alkohol frönend, vegetiert er vor sich hin. Seine Freundin könnte wieder zu ihm gehören, doch dafür muss er sich selbst wieder mögen und die Situation meistern und akzeptieren.

Kritik

Ein amerikanischer Held, oder so. Manchmal nerven solche Geschichten ganz gewaltig. Nur weil er beide Beine verloren hat und den Attentäter identifizieren konnte, wird er zum Helden. Darf zu Sportveranstaltungen, könnte zu Oprah Winfrey und so weiter. Die Szenen in denen er am Boden zerstört ist, sind authentisch und stark gespielt. Nach „Boston“ schon der zweite Film zu diesem noch relativ jungen Sujet.

Im Bonusmaterial gibt es das halbstündige Featurette „Glaube, Hoffnung, Liebe“ sowie den Trailer und Filmtipps.

Stronger: USA 2017; Regie: David Gordon Green; Darsteller: Jake Gyllenhaal, Tatiana Maslany, Miranda Richardson, Clancy Brown, Nate Richman; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 119 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,40:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Studiocanal Home Entertainment. Veröffentlichung Verkauf: 6. September 2018.

Bewertung: 7,8/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4

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