The Mimic

10. Februar 2018
By Holger Nickel

Psycho-Grusel / Horror

In „The Mimic“ bricht eine ganz neue Art von Horror über eine junge Familie ein. „Der beste koreanische Horrorfilm seit Jahren“ (Screen Anarchy) – die mit dieser Meinung zumindest in westlichen Ländern und deren Bevölkerung mit dieser Meinung ziemlich allein stehen dürften – basiert auf der Legende eines grausamen Formwandlers, der Stimmen imitieren kann und seine Opfer so in seinen Bann zieht. Im Kassenerfolg mit mehr als einer Million Kinobesuchern glänzt Jungschauspielerin Shin Rin-ah als mysteriöses Mädchen, die nur mit ihrer Präsenz dem Zuschauer kalte Schauer über den Rücken jagt. Schon nach nur zwei Minuten möchten Cineasten und Filmfreunde am liebsten das Vergnügen beenden. Anschließend wird die Spannung durch die Hintergrundgeräusche, den Soundtrack, erzeugt. Gute Optik in einer krude erzählten Story.

Inhalt

Nach dem spurlosen Verschwinden ihres kleines Sohnes zieht die von Schuldgefühlen geplagte Hee-yeon (Jung-ah Yum) mit ihrem Mann (Park Hyuk-kwon), ihrer Tochter und der dementen Großmutter in eine ländliche Kleinstadt. Kurz nach dem Umzug in das abgelegene neue Haus werden im nahen Bergwald zwei Leichen entdeckt und ein kleines, stummes Mädchen taucht plötzlich auf. In der Stadt hatte die Mutter kurz vermutet ihren vermissten Sohn gesehen zu haben, weswegen an ihr gezweifelt wird. Nachdem Hee-yeon gegen den Willen ihrer Familie das scheue Mädchen aufnimmt, kommt es zu sonderbaren Ereignissen im Haus, die Vorboten auf etwas Schreckliches zu sein scheinen. Die Großmutter flippt aus, die beiden kleinen Mädchen, die denselben Vornamen haben freunden sich an, sind aber dennoch im Verhalten sehr unterschiedlich. Das fremde Mädchen gewöhnt sich schnell an ihre neue Umgebung, nennt Hee-yeon sogar Mutter. Was steckt tatsächlich in dem Loch in der Mauer? Lebt dort ein böser Geist und ist das Leben der Familie sogar in Gefahr?

Kritik

Einfach nicht überzeugend, weder vom Inhalt her noch von der Atmosphäre. Das ist schade. Die Mädchen spielen gut, die Erwachsenen haben nicht den Raum, um ihre Rollen zu füllen, um etwas zu zeigen. „Ring“ ist und bleibt ein sehr guter Horrorfilm, „The Mimic“ gruselt höchstens ein bisschen.

In den Extras gibt es ein kurzes Featurette sowie den Trailer und Filmtipps.

The Mimic (O: Jang-san-beom): Südkorea 2017; Regie: Jung Huh; Darsteller: Yum Jung-ah, Park Hyuk-kwon, Her Jin, Shin Rin-ah; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 100 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Koreanisch 5.1; Untertitel: Deutsch, Niederländisch; Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Splendid Film / WVG Medien. Veröffentlichung Verkauf: 26. Januar 2018.

Bewertung: 7,2/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4  - Anspruch: 2/4

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