Top of the Lake: China Girl

11. Januar 2018
By Holger Nickel

Miniserie / Krimi

Die Oscar-gekrönte Autorin und Regisseurin Jane Campion („Das Piano“) und die Oscar-gekrönten Produzenten von „The King’s Speech“ haben mit „Top of the Lake“ ein kraftvolles und packendes Mystery-Drama geschaffen – eingebettet in die weitläufige, düstere, reine und zugleich abgeschiedene Landschaft Neuseelands. Die mit Mystery-Elementen versehene Psychothriller-Serie wurde 2013 auf dem Sundance Filmfestival und der Berlinale gezeigt und frenetisch vom Publikum und der Presse bejubelt. Auf Arte wurde gerade die zweite Staffel der Serie ausgestrahlt. „Top of the Lake: China Girl“ ist die Fortsetzung des Lebens von Detective Robin Griffin (Elisabeth Moss) zurück in Sydney. Der „China Girl“-Fall entwickelt sich unterdessen zum persönlichen Albtraum von Griffin, der sie tief in die dunkelsten Ecken der Stadt führt und näher an die Geheimnisse ihres eigenen Herzens, als sie es jemals geglaubt hat.

Inhalt

Fünf Jahre nach den schockierenden Ereignissen in ihrer neuseeländischen Heimatstadt kehrt Detective Robin Griffin (Elisabeth Moss) nach Sydney zurück, um ein neues Leben aufzubauen. Abgeschlossen hat sie mit den Ereignissen in Neuseeland noch nicht, vor allem, was die Geschichte mit ihrem Polizeichef (David Wenham) anbelangt.

Als der Körper eines asiatischen Mädchens am Bondi Beach in einem Koffer angespült wird, sieht es zunächst danach aus, dass der Mörder niemals gefunden wird. Doch dann entdeckt Griffin eine Spur im Fall „China Girl“: Sie war nicht die Einzige, die sterben musste. Es geht um Prostitution, Leihmutterschaft und kranke Männer. Die privaten Probleme der Kommissarin sind zunächst jedoch permanent vorhanden: Geplagt von Albträumen von ihrer zur Adoption freigegeben Tochter Mary (Alice Englert), versucht Griffin Kontakt zur Familie und Adoptivmutter Jane (Nicole Kidman) aufzunehmen. Mary scheint eine ebenso leidenschaftliche und eigensinnige Person wie ihre leibliche Mutter zu sein, die zudem noch ein Verhältnis mit einem charismatisch-gefährlichen, älteren Mann hat. Er steht jedoch bald mit ihrem Mordfall in Verbindung.

Kritik

An die fast perfekte erste Staffel kommt „China Girl“ nicht heran, höchstens von der Atmosphäre her, nicht aber, was den Inhalt anbelangt. Am Ende der dritten Episode könnte man in die Luft gehen vor lauter Ärger. Ohnehin sind in der Serie nur die Polizisten glaubwürdig und vielleicht noch die Eltern, weniger die Tochter und schon gar nicht der unglaublich schlecht synchronisierte Bösewicht, der Freund der Tochter.

Im Bonusmaterial befinden sich das Making of, Featurettes sowie Filmtipps.

Top of the Lake: China Girl: Aus 2017; Regie: Jane Campion, Ariel Kleiman; Darsteller: Elisabeth Moss, Gwendoline Christie, David Dencik, Alice Englert, Ewen Leslie, Nicole Kidman, David Wenham; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 345 Minuten 6x 58 Min.; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Englisch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Polyband Medien. Veröffentlichung Verkauf: 20. Dezember 2017.

Bewertung: 8,1/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4

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