Umberto Eco – Der Name der Rose

2. Juni 2019
By Holger Nickel

Historienepos / Mittelalter Religiöser Thriller

Wer hat „Der Name der Rose“ mit Sean Connery und Christian Slater noch nicht gesehen? Die Anzahl der Personen dürfte verschwindend gering sein. Der Film ist genial, ebenso wie der Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco. Eines der berühmtesten Bücher der Gegenwart. Nun ist eine Serie zu dem Buch gedreht worden, mit John Turturro, Rupert Everett und James Cosmo in den Huaptrollen. Die Serie wird Mitte Juni veröffentlicht als Heimvideo, da ist der Roman natürlich mal wieder in der Öffentlichkeit ein Thema. Wer nur den Film kennt, sollte mal in das Buch hineinlesen, eine spannende Lektüre ist garantiert. Die Serie ist ebenfalls sehenswert, eine genaue Rezension folgt dann am Veröffentlichungstag. Mönche, die sich der Abschrift von Literatur widmen, sterben bald, warum nur? Ein Mann und sein Diener forschen nach und sind bald selbst in Gefahr.

Inhalt

Italien, 1327. In einem abgeschiedenen Benediktinerkloster kommt es innerhalb kürzester Zeit zu unheimlichen Todesfällen: Ein Mönch ertrinkt im Schweineblutbbottich, ein anderer springt aus dem Fenster und ein dritter liegt tot im Badehaus. Der Abt bittet den für seinen Scharfsinn weithin bekannten William von Baskerville um Hilfe. Bei seinen Nachforschungen schafft sich der ehemalige Inquisitor einen ebenso gnadenlosen wie mächtigen Feind. Die Spuren führen William und seinen jungen Adlatus in die labyrinthische Klosterbibliothek, über die der blinde Jorge von Burgos wacht. Eine faszinierende Geschichte entwickelt sich, von den Nachforschungen über den jungen Helfer bis hin zum Labyrinth an Gängen im Kloster und der verborgenen Bibliothek, die Schriften enthält, die die Kirche nicht gutheißen würde. Inmitten dieser Geschehnisse wird das Leben des Einzelnen immer weniger wert, wenn es um die Wahrung eines Geheimnisses geht. Unbedingt lesens- und sehenswert. Wir würden gerne mal wieder einen guten Historienroman lesen, davon gibt es in letzter Zeit wenige.

Kritik

Das Buch zum TV-Serien-Ereignis des Frühjahrs. Klingt doch irgendwie gut und gleichzeitig abwertend, oder? Egal, den Roman im Bücherregal stehen zu haben hat schon was. Damit macht ihr Eindruck, wenn ihr dann auch noch reingelesen habt, oder ihn gar komplett kennt… Es gibt Bücher, die muss man kennen, vielleicht auch nur als Film?!

Umberto Eco, 1932 in Alessandria (Piemont) geboren, lebte bis zu seinem Tod am 19. Februar 2016 in Mailand und lehrte Semiotik an der Universität Bologna. Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Der Roman „Der Name der Rose“ (dt.1982) machte Eco weltberühmt, viele weitere Romane folgten und wurden Bestseller. Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller und Wissenschaftler unserer Zeit. Für sein Werk wurde er mit nicht weniger als neunundvierzig Ehrendoktorwürden aus aller Welt geehrt. „Der Name der Rose“ heißt im Original „Il Nome della Rose“, wurde von Burkhart Kroeber übersetzt, hat 781 Seiten inklusive Anhang und ist am 18. April im dtv erschienen.

Bewertung: 8,8/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4

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