Victor

11. Februar 2018
By Holger Nickel

Drama / Biopic

Von Puerto Rico in das geheiligte Land, in die USA. Dem Land, in dem in dem eine Familie ein besseres Leben führen kann, könnte. Doch so einfach ist es nicht. Es ist ein Überlebenskampf, den der jugendliche Victor auf seine Art annimmt. „Victor“ ist ein Drama über einen Jugendlichen, der in einem anderen Land versucht zu überleben, sich etwas aufzubauen. Es beginnt positiv, doch bald schon rutscht der Jugendliche durch Gangmitgliedschaft und Freundinnen ab in einen Strudel aus Hass und Gewalt. Wie kann er diesem Strudel entkommen, wie kann er ein normales Leben führen, abseits der Illegalität und des Drogenhandels und –konsums. Mit der Zeit wird der Film tatsächlich überraschend immer besser, obwohl gerade der Anfang der leichtest Teil zu sein scheint. Die Kirche könnte den Jungen vor dem totalen Absturz retten.

Inhalt

Victor (Patrick Davis) ist ein Teenager als er 1962 mit seinen Eltern von Puerto Rico nach New York zieht. Das Leben in der Stadt ist hart, wenig Jobs und viel Kriminalität sind die Regel. Seine Mutter (Lisa Vidal) versucht das Leben aufrecht zu erhalten und einen gewissen Standard zu erreichen, doch als der Vater (José Zúñiga) seinen Job verliert, steht die Existenz der Familie auf dem Spiel, rein finanziell, aber auch ideologisch. Der lebensfrohe Victor kommt nach und nach in kriminelle Kreise und wird Teil einer Gang. Er beginnt nicht nur Heroin zu dealen, sondern fängt auch an, es selbst zu nehmen. Gewalt ist Bestandteil seines Lebens, aber auch das normale Leben eines Teenagers, der ein Mädchen (Haley Ramm) toll findet. Was anfangs noch nach abenteuerlichem Leben und dem schnellen Geld aussieht, das wird schon bald zu Drogensucht und Gewalt. Victor sinkt immer tiefer. Doch seine Mutter glaubt auch weiterhin daran, dass ihr Sohn nicht dazu bestimmt ist, durch Drogen zu sterben. Gemeinsam mit dem Pastor (Josh Pence) ihrer Gemeinde dringt sie langsam zu Victor durch. Doch schafft der wirklich die Kehrtwende?

Kritik

Ein guter Film über eine schon fast vergessene Zeit. Menschen helfen einander, doch Menschen bringen einander auch um, auch niederen Beweggründen. Was zählt im Leben, ist die Liebe. Die Biographie von Victor Torres ist beeindruckend, aber zu geläufig vom Thema her. Interessantes Portrait eines Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf der Suche nach dem rechten Weg.

In den Extras gibt es den Trailer und Filmtipps.

Victor: USA 2015; Regie: Brandon Dickerson; Darsteller: Patrick Davis, Nick Eversman, Josh Pence, Rick Gonzales, Fred Koehler; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 106 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1, Englisch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,35:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Gerth Medien. Veröffentlichung Verkauf: 12. Januar 2017.

Bewertung: 7,6/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4  - Anspruch: 2/4

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