Der Liebesbaum

1. Juni 2018
By Holger Nickel

Romanze

Ein Film aus und über Hannover. „Der Liebesbaum“ ist Kino aus mit Anspruch und Didaktik. Eine Liebesgeschichte, eine Rundreise durch Hannover und eine gesellschaftspolitische Vision, die durch gute Menschen umgesetzt werden könnte. Eine Möglichkeit die Welt, oder zumindest die Stadt, besser zu machen. Ob die Motivation dafür eine unerwiderte Liebe ist oder, sei zweitrangig. Allein der Gedanke zählt schon, und bald ist der Liebesbaum kreiert. Der Protagonist ist ein Deutsch-Türke, das könnte bei manchen Menschen noch Vorurteile heraufbeschwören oder zumindest zur Vorsicht raten. Ein ehemaliger BWL-Student verliebt sich in eine Bäckereifachverkäuferin, die sich in ihrer Freizeit um eine bessere Welt bemüht, genau wie er bald. Ein wenig Laientheater, gewollt komische Inszenierung, aber die Botschaft stimmt und kommt an.

Inhalt

Ein Film mit vielen Botschaften. Der Kinofilm von Produzent, Regisseur und Autor Hikmet Izgi erzählt die Geschichte von Kerim Aşık (gespielt von Alexander Johnston). Ein Deutsch-Türke zweiter Generation, der aus beruflichen Gründen nach Hannover gezogen ist. Als er nach dem Umzug in eine Bäckerei geht, trifft es ihn mitten ins Herz. In der Bäckereifachverkäuferin Marla (Julia Thielert), findet er die Liebe seines Lebens. Nachdem ihre ersten  Treffen im Kaffee alle sehr positiv verlaufen und sich scheinbar mehr als eine Freundschaft entwickelt, zeigt sie ihm auf einmal die kalte Schulter. Ihre Freundinnen brachten bei Treffen immer wieder Bedenken an und als sie Kerim mit einem Koffer an der Bäckerei vorbei gehen sieht und es am gleichen Tag eine Polizeiaktion in der Stadt  wegen eines herrenlosen Koffers gibt, hört Marla mehr auf die Bedenken als auf Ihr Herz. Voller Energie durch die Liebe und dennoch tief enttäuscht möchte Kerim mehr für das Miteinander der Menschen tun und engagiert sich in der Gesellschaft um Positives zu bewirken. Er entdeckt seine politische Seite und gründet mit anderen Menschen zusammen eine Partei, möchte Hannover für seine Bevölkerung noch schöner und besser, lebenswerter machen, und nebenbei als Bürgermeister kandidieren.

Kritik

„Es geht um Liebe, Freundschaften, Kulturen, um Chancen und Toleranz“, sagt Regisseur und Drehbuchautor Hikmet Izgi. Gut gemeint und meist auch gut gemacht, inhaltlich. Die Darsteller überzeugen, auch wenn es manchmal etwas zu staksig erscheint, wenn die Dialoge zu gewollt klingen. Ein interessantes Projekt, das durchaus in Schulen gezeigt werden sollte.

Die Extras bestehen aus einem Audiokommentar, am Set sowie dem Trailer.

Der Liebesbaum: D 2018; Regie: Hikmet Izgi; Darsteller: Alexander Johnston, Julia Thielert, Liza Tzschirner, Sybille Brunner, Nuriye Ari, Milena Widemann, Alina Lemke, Olivia Klemke; FSK: ab 0 Jahren; Dauer: 76 Minuten; Sprachen: Deutsch 2.0; Untertitel: -; Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Yellow Snake / Timezone Records. Veröffentlichung Verkauf: 25. Mai 2018.

Bewertung: 7,6/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 3/4

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