Metal, Rock & Schwarzromantik

25. Januar 2018
By Steve Palaser

Metal Night in der SubKultur mit Ember Sea, Sündenrausch & Nachtsucher

Dass Metal in Norddeutschland einen besonderen Stellenwert hat, ist spätestens seit Wacken bekannt. Aber während Metal-Bands aus aller Welt jedes Jahr in das norddeutsche Dorf reisen, mangelt es auch den Rest des Jahres nicht an interessanten Bands, die im Norden Deutschlands beheimatet sind. Am Abend des 19. Januar 2018 spielten gleich drei davon in der SubKultur Hannover, was einmal mehr zeigt, wie die SubKultur lokale Musiker unterstützt und fördert.

Den Anfang machte die hannoversche Formation Ember Sea. 2009 gegründet, konnte sich die fünfköpfige Band (4 Jungs + Frontfrau) mit ihrem ersten Album „Nova“ (2013) bereits eine Fangemeinde erspielen.  Mit ihrer EP „Pure: Unplugged Vol. 1“ (2014) bewiesen sie, dass ihre Songs auch mit handgemachter Musik ohne Technik funktionieren und vor allem – gut klingen. Aber in der SubKultur war an diesem Abend das Metal-Programm angesagt, wobei die Band sich selbst als irgendwo zwischen Metal, Gothic und Rock angesiedelt sieht. Und da sie vor ein paar Monaten ihr zweites Album mit dem Titel „How To Tame A Heart“ (2017) veröffentlichten, spielten sie natürlich einige Songs von  selbigem, unter anderem die Single-Auskopplung „To Atlantis“ oder das Stück „The Ones“, welches nicht nur wegen des mitsingtauglichem Refrains das Zeug zum künftigen Live-Hit hat. Einen kleinen Touch dessen konnte man bereits während der Performance erleben, da Sängerin Eva es tatsächlich schaffte, das Publikum zum Mitsingen des Refrains zu animieren. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich dieser Song als stetiger Abschluss eines Livesets vor der Zugabe entwickelt. Diesmal war „The Ones“ allerdings selbst die Zugabe, die Ember Sea nach dem leider viel zu kurzen Set ihren Fans gewährten. Damit endete dieser Auftritt dann aber und in nächster Zeit sind erstmal nur noch drei Konzerte im Februar geplant, da Sängerin Eva schwanger ist und die Band eine kleine Babypause einlegen wird. Es ist aber geplant, dass es im Herbst wieder weitergeht.

Die zweite Band des Abends, Sündenrausch, kommt aus Hamburg und lässt sich eher in die schwarzromantisch-melancholische Metal-Richtung mit klaren Melodielinien und harten Riffs einordnen. 2011 als fünfköpfige Band gegründet und 2013 kurzzeitig wieder aufgelöst, fanden sich Gitarrist Michael und Sängerin Kira 2014 wieder zusammen, um das Projekt weiterzuführen. 2015 erschien das erste Album „Sündstoff“  in dieser Konstellation  und 2016 folgte dank erfolgreichem Crowdfunding die EP „Schwarz wie Ebenholz“. Die nächste EP „Leise“ steht bereits in den Startlöchern und auch am Nachfolge-Album wird bereits gewerkelt. In der SubKultur spielten sie einige Stücke vom Erstling und der “Ebenholz”-EP, sowie den einen oder anderen neuen Song. Den Abschluss bildete natürlich ihr populärer Song „Wunderland“ von der „Ebenholz“-EP.

Als dritte und letzte Band an diesem Abend enterten die Hannoveraner von Nachtsucher die Bühne der SubKultur. Nach der doppelten Ladung Female Fronted Metal bestehen die Nachtsucher nur aus Jungs und präsentierten eine Mischung aus Rock und NDH. Gegründet 2011, haben sie mit „Komm zu mir“ 2016 ihr erstes Album veröffentlicht und entsprechend waren viele Stücke auch aus selbigem. Sänger Christian war dabei sehr agil, unterhielt sich zwischen den Songs nicht nur mit den  Fans, sondern begab sich ab und an während des Konzerts auch direkt zu ihnen. Drei unterschiedliche Bands aus dem Norden mit verschiedenen Stilrichtungen des Metal/Rock/Gothic-Genres, die an diesem Abend aber eine klare Gemeinsamkeit hatten: Sie haben das Publikum in der SubKultur bestens unterhalten und den einen oder anderen neuen Fan gewonnen.

Text & Fotos: Steve Palaser

Weiterführende Links:

SubKultur Hannover

Ember Sea

Sündenrausch

Nachtsucher

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